Am VTB-Arena trafen Dynamo Moskau und Spartak Moskau in der 7. Runde der Premier-Liga aufeinander. Das Spiel endete 2:1 für die Gastgeber. Wir hatten vorhergesagt: Sieg der Hausherren, mit einer Sicherheit von 47%. Der Ausgang bestätigt diese Einschätzung. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie das Spiel tatsächlich verlief.
Die erste Hälfte war geprägt von schnellen Übergängen. In der 21. Minute erzielte Danil Prutsev für Spartak die Führung. Zwei Minuten später glich Yaroslav Gladyshev aus. Arthur Gomes stellte dann in der 34. Minute die 2:1-Führung der Hausherren wieder her. Nebenbei fiel auf, dass Spartak trotz des Rückstands mehr Ballbesitz hatte — 57 Prozent gegen 43. Doch Ballbesitz allein entscheidet nicht.
Der Wendepunkt kam in der 72. Minute. Konstantin Tyukavin erhielt die rote Karte. Dynamo spielte fortan in Unterzahl. Spartak nutzte die Überzahl, fand aber keine Lösungen. In der 90. Minute ging eine Szene für Ivan Sorokin in die Überprüfung — das Tor wurde aufgehoben. Und dann stand das Spiel. Spartak hatte mehr Schüsse, mehr Ecken, doch die Qualität fehlte.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Dynamo erzeugte 2.21 Expected Goals bei nur einem Tor. Spartak kam auf 0.46 xG, blieb aber ohne Treffer. Dynamo hatte sieben Schüsse aufs Tor, Spartak nur einen. Die Gastgeber schnürten den Gegner ein, hatten aber Schwierigkeiten, die Chancen zu verwerten. Spartak parierte glänzend, als es nötig war — fünf Paraden für den Keeper.
In der Tabelle bleibt die Lage eng. Beide Teams stehen nach sieben Spielen punktgleich mit 13 Punkten. Dynamo ist Dritter, Spartak Vierter. Der Sieg bedeutet keinen Abstand, aber er beendet eine Negativserie für die Hausherren. Die letzten Spiele zeigten: 0:1 gegen Krasnodar, 0:3 gegen Zenit — diese Ergebnisse lagen hinter ihnen.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass solche Spiele nicht über die Statistik entschieden wurden. Sondern über drei- vier Momente. Die rote Karte änderte die Dynamik. Der var-Einspruch veränderte die Stimmung. Und die Hausherren hielten stand. Sie haben es selbst in der Hand — in der Tabelle und in der Saison.