Am Samstagabend liefen im Stadion der Stadt Ternopil nach Roman Schuchewitsch die Heimmannschaft Epizentr Dunajewzy und Livyj Bireg auf. Das Spiel der Premier-Liga, Runde sieben, endete 0:2. Die Gäste gewannen, und das war nicht die erwartete Reihenfolge.
Interessant wird es, wenn man die Reihenfolge der Tore betrachtet. In der zwanzigsten Minute traf V. Voloshyn zum 1:0. Und dann kam die zweite Halbzeit. Nach der Pause wurde Sidnney eingewechselt, fünf Minuten später folgte V. Gorin. In der sechsten Minute des zweiten Durchgangs erzielte N. Vorobchak das zweite Tor. Nebenbei: Epizentr spielte die komplette Partie mit einem Spieler weniger, als man meinen könnte — nein, das stimmt nicht, es gab keine rote Karte, nur zwei gelbe für D. Vashchenko und O. Sokolov.
Die Statistiken erzählen eine andere Geschichte. Epizentr besaß den Ball in 57 Prozent der Zeit, Livyj Bireg in 43 Prozent. Doch die Schüsse zeigen, worum es ging: Epizentr schoss neunmal daneben, zweimal traf das Tor. Livyj Bireg traf fünfmal, siebenmal verfehlte. Neunzig Angriffe gegen neunundneunzig — die Zahlen gleichen sich, der Unterschied liegt woanders.
Wir hatten auf einen Heimsieg gesetzt, die Sicherheit lag bei 69 Prozent. Der Vorhersage ging es nicht so. Epizentr hielt den Ball, aber die Tiefe fehlte. Livyj Bireg wartete, und wenn die Chance kam, traf man. Das ist keine Entschuldigung, es ist eine Tatsache.
In der Tabelle ändert sich nichts Dramatisches. Epizentr steht an sechster Stelle, sechs Spiele, zwei Siege, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen, acht Punkte. Livyj Bireg ist auf dreizehntem Platz, fünf Spiele, null Siege, vier Unentschieden, eine Niederlage, vier Punkte. Die Gastgeber warten seit Wochen auf einen Sieg, die Gäste holen sich langsam Punkte zusammen.
Was bleibt, ist das Gefühl, dass drei oder vier Momente das Spiel machten. Nicht die Statistik. Nicht die Ballbesitzquote. Die Tore. Der Rest ist Hintergrund.