Ein Punkt, der mehr bedeutet als drei
In der Championship Group der Lliga Pro traf LDU Quito auf Universidad Católica. Das Spiel endete 0:1. J. Fajardo machte den Unterschied in der zehnten Minute, als er die Gäste in Führung brachte. Nebenbei: ein Tor, das den ganzen Abend bestimmte.
Interessant wird es nach der Pause. Weigandt traf die Latte, VAR hob das Tor wegen Abseits auf. Zwölf Minuten später, in der einundfünfzigsten Minute, schlug Deyverson zu. Quinonez folgte in der einundsiebzigsten. LDU drehte die Partie, und dann stand es 2:1. Aber das Ergebnis zählte nicht.
Die Statistik zeigt: 53 Prozent Ballbesitz, 96 Angriffe, sechs Schüsse aufs Tor. Die Gäste hatten 47 Prozent, 73 Angriffe, vier Treffer im Ziel. Viele Schüsse mit einem Tor — die Chancen gingen übrig. Fajardos Treffer war der entscheidende Moment, der Rest war Hintergrund.
Wir hatten auf Sieg der Gastgeber gesetzt, fünfzig ein Prozent Sicherheit. Der Vorhersage-Agentur war klar, dass LDU nach vorne werfen würde. Stattdessen hielt Católica die Nerven. In der neunzigsten Minute kam noch eine Gelbe Karte für Alvarado, kurz darauf für Weigandt. Der Konflikt wurde öffentlich, aber das Spiel war entschieden.
LDU bleibt auf dem fünften Platz mit 46 Punkten aus 31 Spielen. Católica steht auf Platz zwei, 54 Punkte. Der Unterschied von acht Zählern bleibt. Was die Gastgeber verloren haben, war nicht die Tabelle — sondern die Gewissheit, dass Heimvorteil noch etwas bedeutet.