Le Mans und Paris Basketball trafen sich in der Nationalen Basketball-Liga, und Le Mans gewann mit 96:95. Ein Punkt mehr auf der Anzeigetafel, das war alles, was den Unterschied ausmachte. Der Gastgeber stand nach 30 Spielen auf dem sechsten Platz, der Gast auf dem ersten.
Interessant wird es, wenn man die Wurfstatistik betrachtet. Le Mans traf 16 von 35 Dreipunktwürfen, Paris 11 von 31. Der Gastgeber schoss besser von aussen, und das zählte in einem Spiel, das bis zur letzten Minute offen blieb. Nebenbei fiel auch die Anzahl der Rebounds auf: Paris dominierte mit 39 gegen 26.
Die Statistik zeigt ein Team, das den Ball besass. Paris hatte 20 Assists zu 19, aber 10 turnovers zu 8. Der Gastgeber behielt den Ball besser, und das half, wenn man bedenkt, dass Paris mehr Kontrolle hatte. Die freien Würfe verteilten sich annähernd gleich: 13 von 20 für Le Mans, 14 von 19 für Paris.
Was man nicht sieht, ist die Stimmung im Stadion. Aber man kann sich vorstellen, dass es still wurde, als Paris den Ball überliess und der Gegner nutzte. In solchen Spielen zählt die Tabelle nicht, und die Tabelle sagte, dass Paris gewinnen müsste. Stattdessen stand ein Punkt auf der falschen Seite.
Le Mans beendete damit eine Serie von Niederlagen gegen starke Gegner. Die letzten Spiele zeigten ein Team, das sich nicht gefügt hatte. Paris hingegen hatte nach der Niederlage gegen Panathinaikos und Partizan einen Rückstand in der Moral, den es nicht aufholen konnte.
Wir hatten auf einen Sieg der Gäste gesetzt, mit 60 Prozent Sicherheit. Der Satz stimmt nicht mehr. Was ihn brach, war nicht die Statistik, sondern der Moment, in dem Paris den Ball nicht mehr kontrollierte. Ein Punkt entscheidet.