Am Sonntag, den 27. September 2026, trafen die Frauen von Liverpool auf Everton in der vierten Runde der Women's Super League. Das Derby endete 2:0 für die Gastgeberinnen. Beata Olsson eröffnete bereits in der vierten Minute die Statistik, und Cornelia Kapocs sorgte in der 86. Minute für die Endstände. Nebenbei fiel: Liverpool führte die Tabelle an diesem Spieltag nicht, lag aber fünf Tage zuvor nach der 2:4-Niederlage gegen Manchester City nicht allzu weit zurück.
Olsson war schnell zur Stelle. Vier Minuten nach dem Anpfiff knackten die Gastgeberinnen die Abwehr von Everton. Interessant wird es dann, wenn man betrachtet, wie lange Everton diese Führung hielt. Bis zur 86. Minute sollte es dauern, bis Kapocs den zweiten Treffer erzielte. Dazwischen passierte wenig, was den Spielverlauf wirklich veränderte. Die Gäste standen, aber sie kamen nicht durch.
Ein gelber Karten für Ruby Mace in der 54. Minute war das einzige Disziplinarvermerk. Dann folgte eine Welle von Auswechslungen. In der 59. Minute brachte Hannah Cain für Everton neue Energie. Kirsty Maclean kam für Liverpool in der 63. Minute. Und dann wurden in der 70. Minute auf beiden Seiten gleich zwei Spielerinnen getauscht: R. van Gool und Zara Kramzar für die Gäste, Vivien Endemann für die Gastgeberinnen. Die Substitutionen hielten an: H. Silcock, Hikaru Kitagawa, Natalia Ramos Álvarez – eine blutjunge Mannschaft, die noch nicht zur Ruhe kam.
Wir hatten eine Sieg für Liverpool vorhergesagt, mit einer Sicherheit von vierzig Prozent. Es war keine Überzeugung, aber die Zahlen sprachen eine klare Sprache. Liverpool besaß die Kugel sechzigein Prozent der Zeit, Everton nur einunddreißig. Dreizehn Angriffe gegen fünfundachtzig – kein Vergleich. Die Gastgeberinnen schufen fünf große Chancen, die Gäste nur eine. Und dann die Treffsicherheit: sieben Schüsse ins Tor von Liverpool, drei von Everton. Ein Tor aus sieben Versuchen, ein Tor aus drei. Das ist keine Statistik, das ist ein anderes Spiel.
Die Tabelle zeigt: Liverpool steht auf dem fünften Platz mit sieben Punkten aus vier Spielen. Everton liegt dahinter, sechster mit sechs Punkten. Zwei Siege, eine Niederlage – das ist ein Unterschied von einem Punkt. Aber in solchen Spielen zählt die Tabelle nicht. Es zählt, wer den Gegner in die Enge treibt. Liverpool tat es. Everton versuchte, aber es reichte nicht.