Maccabi Tel Aviv und Olimpia Milano trafen in der EuroLeague am 8. Oktober 2026 aufeinander, das Spiel endete 97:79 für die Gastgeber. Wir hatten die Heimsieg-Wette gesetzt, die Sicherheit lag bei 71 Prozent, und auch wenn die Quote nicht gerade verlockend war, passte das Ergebnis in unser Bild. Der Routinier beruhigte das Spiel, bevor noch irgendwer von einer Überraschung sprechen konnte.
Die Statistik spricht für sich: Maccabi warf 36 Treffer aus dem Feld, Olimpia kam auf 24. Gegnerische Freiwürfe verwandelten die Hausherren mit 16 von 22, die Gäste mit 24 von 28. Interessant wird es bei den Dreipunktewürfen — Maccabi traf neun von 24, Olimpia sieben von 26. Der Unterschied liegt nicht nur in der Quote, sondern auch in der Auswahl der Versuche.
Was Olimpia nicht ins Rollen brachte, waren die Ballverluste: 15 gegen 8 für Maccabi. Nebenbei fiel die Anzahl der Steals — 12 für die Heimmannschaft, 5 für die Gäste. Olimpia sammelte mehr Rebounds, 32 zu 25, doch offensive Rebounds allein halten ein Spiel nicht. Wer den Ball verliert, wenn er nicht zurückkommt, hat kein Spiel.
Auf der Tabelle ändert sich wenig. Maccabi bleibt Zwölfter mit 18 Siegen und 20 Niederlagen, Olimpia Vierzehnter mit 17 zu 21. Beide Mannschaften haben 38 Partien absolviert, die Punkteverteilung ist identisch, der Abstand zwischen den Plätzen unbedeutend. Es ist ein Derby mit eigener Rechnung, bei dem das Ergebnis mehr über die Form sagt als über die Position.
Maccabi holte sich nach der Niederlage gegen Panathinaikos am 2. Oktober den nächsten Sieg, Olimpia verlor nach dem knappen Erfolg über Verona am 5. Oktober. Die hohe Abwehrkette wurde ausgehebelt, die Gäste standen hinten offen wie ein Scheunentor. Wer in solchen Spielen den Überblick verliert, gewinnt nicht. Das war heute kein Ausreißer, sondern die konsequente Fortsetzung dessen, was Maccabi seit September spielt.