Mariabor und Muranoch trennten sich am Sonntag im Ludski Vrt mit 1:1. Die Gastgeber schossen durch Tshipamba in der zweiten Minute die Führung, Kasalo glich für die Gäste zur Halbzeitzeit aus. Und dann drehte sich das Spiel, als Zalaznik in der 55. Minute Platz nehmen musste. Mariabor blieb in Unterzahl, konnte den Punkt aber halten.
Die Anfangsphase gehörte den Hausherren. Tshipamba fand früh den Weg ins Netz, während Muranoch versuchte, sich zu organisieren. Kurtovic erhielt in der 35. Minute eine Gelbe Karte, Kasalo glich vier Minuten vor der Pause aus. Interessant wird es dann, wenn man sieht, wie Mariabor nach dem 0:1 umstellte — und wie wenig Muranoch danach nutzte.
Der Wendepunkt stand fest, als Zalaznik in der 55. Minute Platz nehmen musste. Nebenbei fiel auf, dass Mariabor trotz Unterzahl nicht zusammenbrach. Die Gastgeber hatten 96 Angriffe gegenüber 61 der Gäste, doch die Torschüsse blieben begrenzt: vier auf Ziel bei Mariabor, drei bei Muranoch. Ein Punkt, der für beide Seiten unterschiedlich zu bewerten ist.
Mariabor liegt weiterhin auf dem ersten Platz mit 16 Punkten nach acht Spielen. Muranoch bleibt auf dem neunten Rang mit 8 Zählern. Und dann kommt hinzu: Wir hatten auf einen Sieg der Hausherren gesetzt, mit 63 Prozent Sicherheit. Der Vorhersage fehlt jetzt der Halt — nicht weil die Zahlen stimmten, sondern weil die rote Karte den Lauf des Spiels änderte.
Die Statistiken zeigen einen klaren Unterschied in der Ballkontrolle: 64 Prozent für Mariabor, 36 Prozent für Muranoch. Doch die Effizienz war gering — acht Schüsse ins Tor bei Mariabor, davon nur vier auf Ziel, bei Muranoch zwei von drei. Und dann fragt man sich, ob es nicht weniger um die Zahlen ging als um die Entscheidung in der 55. Minute.
Die Tabelle bleibt, wie sie ist. Mariabor führt mit 16 Punkten, Muranoch hinkt mit 8 nach. Interessant wird es in der nächsten Runde, wenn die Gäste versuchen, aus der Unterzahl herauszukommen — und die Hausherren, ohne Zalaznik, weiterzuspielen.