Montreal Rose und Ottawa Rapids trafen in der Nationalen Superliga aufeinander, und beide Mannschaften gingen mit einem Punkt auseinander. Das Spiel endete torlos, doch zwischen den Linien wurde deutlich, dass hier um Plätze gekämpft wurde. Die Gastgeber lagen auf Rang zwei mit 37 Punkten, die Gäste auf Rang drei mit 36. Interessant wird es, wenn man bedenkt, wie nah die beiden Teams bereits beieinander lagen.
Nach einer halben Stunde war noch nichts entschieden, und das blieb so. Ottawa hatte in den letzten Spielen unterschiedliche Ergebnisse gebracht, während Montreal sich mit Unentschieden zufriedengeben musste. Standen tief und kompakt – das war zu erkennen, als beide Seiten den Ball nicht riskieren wollten. Die Abwehrreihen schlossen sich, und die Mittelfeldspieler suchten nicht nach Durchbrüchen.
Nebenbei fiel auf, wie früh die Trainer reagierten. In der 65. Minute brachten beide Teams gleich zwei Spieler gleichzeitig. Montreal tauschte Heilferty und Belzile, Ottawa legte Badu und Fridlund an der Seite von Haaland und Minas nach. Es war eine Taktik, die mehr Energie versprach als Struktur. Montreal wechselte zudem Golen und Pridham in der 84. Minute, was zeigte, dass man noch etwas bewegen wollte.
Die Gelben Karten kamen spät, und das legte nahe, dass die Nerven in den letzten Minuten nachließen. Olivia Scott erhielt in der 78. Minute ihre Verwarnung, Jazmine Wilkinson in der 86. Minute. Gaben sich nicht auf, könnte man sagen, oder vielleicht einfach: die Frustration wuchs. Ein torloses Spiel zwischen zwei Teams, die beide mehr erwartet hatten.
Was der Punkt für die Tabelle bedeutet, ist klar. Montreal bleibt auf dem zweiten Platz mit 38 Punkten, Ottawa rückt auf 37 Punkte auf. Der Abstand zwischen den beiden Mannschaften schrumpft. In solchen Spielen zählt die Tabelle nicht, doch am Ende zählt sie schon. Vielleicht wird Ottawa in der Rückrunde die Gelegenheit bekommen, den Rückstand einzuholen.