Am Freitagabend trafen Opava und Arsenal Česká Lípa in der 9. Runde der FNL aufeinander. Die Gastgeber gewannen 2:1, und das mit einer Mischung aus Effizienz und Glück. B. Lacik steuerte zwei Tore bei, während V. Dudl für den Auswärtserfolg sorgte. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie dieser Sieg zustande kam.
Opava ging früh in Führung. In der 17. Minute traf Lacik zum 1:0. Dann kam die Wende im Spielverlauf: In der 29. Minute sah J. Janoscin die rote Karte. Opava spielte die zweite Hälfte in Überzahl, und das zeigte Wirkung. In der 35. Minute verdoppelte Lacik, bevor Dudl in der 37. Minute für Arsenal den Anschlusstreffer erzielte.
Nach der Halbzeitpause versuchte Arsenal, das Spiel zu drehen. Der Verein kam in die Tiefe, doch die Chancen blieben ungenutzt. Nebenbei fiel auf, dass Arsenal dreimal in Folge wechselte — in der 56., 64. und 77. Minute. Opava machte dasselbe, um die Führung zu halten. Lacik selbst wurde in der 72. Minute ausgewechselt, nachdem er bereits zwei Tore beigesteuert hatte.
Die Statistik erzählt eine andere Geschichte. Arsenal besaß den Ball mit 59 Prozent und führte 82 Angriffe gegen 62 der Gastgeber. Doch aus fünf Treffern auf das Tor kamen nur die zwei Treffer. Opava traf viermal ins Ziel und nutzte die wenigsten Gelegenheiten. Ungleichgewichte dieser Art entscheiden Spiele, nicht die Zahlen.
Was bedeutet das für beide Teams? Opava sammelte drei Punkte und zeigte Resilienz, besonders nach dem Rückstand auf 1:2. Arsenal bleibt auf der Suche nach Konstanz. Die letzten Spiele des Vereins waren durchwachsen: ein Unentschieden gegen Prostějov, zwei Niederlagen und ein Sieg gegen Vyšehrad. Der Verein steht noch immer ohne klaren Weg nach vorn.
Wir hatten eine andere Prognose abgegeben. Ein Gastgewinn lag in unserem Kopf mit 38 Prozent Wahrscheinlichkeit. Der Matchverlauf jedoch zeigte, dass Überzahl und Ballbesitz nicht immer genügen. Opava nutzte die Situation nach der roten Karte und entschied das Spiel in drei Episoden.