Im Preußenstadion traf der Zweitligist Prussia Münster auf Karlsruher SC in der Runde der 64 des DFB-Pokals. Das Spiel endete 1:2 für den Gast aus Baden-Württemberg. Interessant wird es, wenn man die Reihenfolge der Tore betrachtet.
Die Hausherren gingen in der 35. Minute durch Montell Ndikom in Führung. Er nutzte eine Lücke, die Karlsruhe nicht geschlossen hatte. Nebenbei fiel auf, dass Münster in der ersten Halbzeit mehr im zweiten Ballkontakt agierte, während Karlsruhe noch nach seinem Rhythmus suchte.
Und dann kam die zweite Hälfte. In der 69. Minute glich Marvin Wanitzek aus. Er fand den Raum zwischen den Linien, wo Münster nicht kompakt stand. Zwei Minuten später folgte die Führung durch Sebastian Jung in der 81. Minute. Karlsruhe holte sich den Vorsprung, nachdem es in der ersten Halbzeit nur drei Großchancen erzeugt hatte und die Hausherren null.
Die letzten Minuten brachten Unruhe. In der 90. Minute erhielt Tim Civeja die Gelbe Karte. In der 90+5. Minute sah Samuel Althaus Rot. Der Rote für Münster kam, als das Spiel bereits entschieden war. Es änderte nichts am Ergebnis, aber es zeigte, wie nervös die Hausherren in der Schlussphase wurden.
Die Zahlen erzählen eine andere Geschichte als der Endstand. Karlsruhe hatte 56 Prozent Ballbesitz und 115 Angriffe gegenüber 71. Die erwarteten Tore lagen bei 1,53 für Karlsruhe und 0,36 für Münster. Drei Großchancen gegen null – das spiegelt wider, dass Karlsruhe die besseren Situationen hatte, während Münster sich auf Konter verließ.
Der Sieg bedeutet für Karlsruhe den Einzug in die nächste Pokalrunde. Für Münster endet die Saison im August, bevor sie richtig begonnen hat. Die Tabelle der Pokalphase ist noch nicht aussagekräftig, aber dieser Auftritt wird die Trainer in Münster noch beschäftigen.