Am Sonntagabend setzte sich Radotin in der 1. Liga mit 98:93 gegen Polabi durch. Die Gastgeber aus der Heimatstadt blieben bis zum Schluss im Spiel, während die Gäste aus der vierten Tabellenposition nicht mehr kontern konnten. Es war ein knapper Sieg, der die eigene Position festigte.
Interessant wird es beim Blick auf die Formkurven. Polabi hatte in den beiden letzten Pflichtspielen verloren – gegen Lynx Liberec und Valečníci Děčín. Radotin dagegen war in der Vorsaison noch erfolgreich gewesen, auch wenn die aktuellen Ergebnisse der letzten Wochen nicht besser aussahen. Der Sieg am Sonntag unterbrach eine Serie von Niederlagen.
Wir hatten den Heimsieg mit fünfundfünfzig Prozent Wahrscheinlichkeit genannt. Und er kam tatsächlich. Nicht weil Polabi schwach war, sondern weil Radotin in der entscheidenden Phase die Nerven behielt. Der Gegner legte kräftig vor, doch die Gastgeber blieben nah dran, liessen viel laufen und hielten dreimal in Folge die Kontrolle.
In der Tabelle bleibt es spannend. Radotin steht auf Platz sechs mit acht Siegen und zehn Niederlagen, Polabi auf Platz vier mit zehn Siegen und acht Niederlagen. Beide Mannschaften haben achtzehn Partien absolviert, die Differenz beträgt nur zwei Siege. Das Verhältnis ist zerrüttet, wie man im Sport sagt.
Was der Sieg bedeutet: Radotin bleibt nah an den Aufstiegsrängen, Polabi verpasst die Chance, den Abstand zu vergrössern. In solchen Spielen zählt die Tabelle nicht, sondern die Minuten, die man gewinnt. Und in denen hatte Radotin die Nase vorn.