SJK gewinnt knapp gegen IFK Mariehamn
In der Relegation Group der Veikkausliiga setzte sich SJK Seinäjoki am Freitagabend mit 2:1 gegen IFK Mariehamn durch. Das Spiel am OmaSP Stadion endete mit einem späten Treffer, der die Gastgeber über die Runden rettete. «Und dann», wie man so sagt, wenn ein Spiel lange offen bleibt. Die Heimmannschaft stand bis zur 64. Minute auf der Verliererstraße.
Arvid Bergvik brachte die Gäste in der 36. Minute in Führung. Ein präziser Abschluss, der zeigte, dass IFK nicht nur passiv agieren wollte. In der Halbzeitpause wurden bei SJK zwei Spieler gewechselt: Leon Vesterbacka und Elias Mastokangas. «Interessant wird es», wenn man sieht, wie eine Mannschaft auf eine Halbzeitpause reagiert. Die Heimmannschaft zeigte keine große Veränderung, doch der Ton im Spiel änderte sich.
Kelwin Souza do Nascimento glich in der 64. Minute aus. Der Treffer kam nach einer Phase, in der SJK mehr Ballbesitz hatte, aber wenig gefährlich wurde. «Nebenbei» fiel in dieser Zeit auch das erste Gelb für Ludvig Richtner. Dann kam der entscheidende Moment: Foster Gyamfi erhielt in der 80. Minute die rote Karte. IFK musste nun mit zehn Spielern bis zum Ende durchhalten. Aapo Boström nutzte die Überzahl und verwandelte in der 87. Minute die Chance zum 2:1.
Die Statistik zeigt ein Spiel mit klaren Unterschieden. SJK kontrollierte 60 Prozent des Balls und hatte 105 Angriffe gegenüber 79 der Gäste. Beide Teams schossen jeweils zehnmal, davon drei aufs Tor. Interessant ist, dass SJK drei Großchancen erstellte, IFK nur eine. Die Effizienz war bei beiden Seiten ähnlich – 25 Prozent Trefferquote bei den Schüssen.
In der Tabelle bleibt SJK auf dem zehnten Platz mit 19 Punkten nach 22 Spielen. IFK rutschte weiter ab und liegt auf dem zwölften Rang mit 14 Punkten. Die Heimmannschaft verlor zuletzt viermal in Folge, doch dieses Ergebnis beendet wenigstens die Serie ohne Sieg. IFK hatte zuvor zwei Siege in Folge eingefahren, doch der rote Karteintrag ändert alles.
Wir hatten den Heimsieg vorhergesagt, mit 59 Prozent Sicherheit. Der Prognose ging es nicht um Glück, sondern um die Analyse der letzten Spiele. SJK war in der Defensive stabil, IFK ließ zu viele Chancen ungenutzt. «Und dann», wenn man zurückblickt: Es waren nicht die Zahlen, die das Spiel entschieden, sondern die drei Tore und eine rote Karte.