In der ersten Runde der Serie B setzte sich Südtyrol zu Hause mit 1:0 gegen Virtus Entella durch. Der Sieg kommt überraschend, denn die Gastgeber verloren in der ersten Halbzeit ihren Abwehrchef. Giacomo Stabile wurde in der 44. Minute des Feldes verwiesen, und Südtyrol spielte fortan mit zehn Mann.
Die Gäste übernahmen das Spiel, doch die Chancen blieben aus. Virtus Entella hatte 52 Prozent Ballbesitz und schoss dreimal aufs Tor, aber zwei Versuche landeten daneben. Einmal traf es die Latte oder den Pfosten – die Statistik nennt es "Shots off target". Südtyrol konterte mit zwei Schüssen aufs Tor und nutzte eine davon.
Der entscheidende Moment kam in der 90. Minute. Simone Davì köpfte den Ball ins Netz und gab seiner Mannschaft den ersten Punkt dieser Saison. Bis dahin hatte er kaum im Spiel gestanden. Der Trainer brachte ihn in der 88. Minute für Bernat Guiu. "Ein Fehler entscheidet", sagt man im Fußball. Heute entschied ein einziger Moment.
Die Zahlen erzählen eine andere Geschichte. Virtus Entella griff mit 109 Attacken an, Südtyrol mit 63. Die Gäste kreuzten 36-mal, die Gastgeber nur sechs Mal. Doch Kreuze allein machen keinen Sieg. Südtyrol schuf zwei große Chancen, Virtus Entella keine. "Die Hitze bremste das Tempo", könnte man sagen, aber die Hitze war nicht das Problem. Die Verteidigung war es.
South Tyrol steht nun auf dem siebten Platz mit vier Punkten nach zwei Spielen. Das Ergebnis beendet eine Serie von zwei Unentschieden. Virtus Entella liegt auf dem 19. Platz und hat nach zwei Niederlagen immer noch null Punkte. "Sie spielten über die Aussen", aber die Aussen halfen nicht. Manchmal reicht ein Tor mehr als hundert Angriffe.