Unia Skierniewice und Pogon Grodzisk Mazowiecki trafen in der achten Runde der Ersten Liga aufeinander. Die Gastgeber gewannen mit 3:2, obwohl sie ab der 50. Minute zu zehnt auf dem Feld standen. Der Tabellenfünfzehnte beendete damit eine Serie von zwei Niederlagen in Folge.
A. Oshafi eröffnete die Partie in der 23. Minute. Danach sah die Partie eine Reihe von Verwarnungen. J. Mierzwa, S. Dudek und N. Niski erhielten für Pogon die gelbe Karte, K. Glogowski für die Gastgeber. Unia ging in die Halbzeit mit einem Vorsprung, Pogon hatte drei Spieler verwarnt.
Der Wendepunkt kam in der 50. Minute, als J. Jedrasik nach einer gelben Karte vom Platz gestellt wurde. Pogon nutzte die Überzahl sofort: E. Wolinski erzielte in der 57. Minute das Ausgleichstor. Doch H. Uzoigwe schoss in der 60. Minute ins eigene Tor, und Unia kehrte auf Augenhöhe zurück. Nebenbei fiel auf, dass Oshafi bereits in der 63. Minute ausgewechselt wurde – der Torschütze war nicht mehr am Stück dabei.
Pogon drehte die Partie erneut. A. Burkiewicz traf in der 78. Minute und stellte die Führung wieder her. Mit nur zehn Männern antwortete Unia: J. Konstantyn erzielte in der 83. Minute den dritten Treffer und sicherte den Sieg. Die Gastgeber wechselten in der Nachspielzeit noch zweimal, B. Dembek erhielt für Pogon die dritte Verwarnung.
Die Statistik bestätigt das Bild: Unia kontrollierte 63 Prozent des Ballbesitzes und hatte 13 Versuche auf das Tor, Pogon kam auf vier. Die Gastgeber schossen fünf Bälle daneben, die Gäste zwei. Acht Ecken für Unia, drei für Pogon. Zwei rote Karten für die Gastgeber, eine für Pogon – der Unterschied auf dem Feld war größer als der Punktestand.
Interessant wird es in der Tabelle. Unia bleibt auf Platz 15 mit neun Punkten nach acht Spielen. Pogon liegt weiterhin auf dem zweiten Rang mit 15 Punkten. Die Gastgeber verloren ihre Negativserie, die Gäste konnten ihre Unbesiegtheit nicht fortsetzen. Drei Tore nach der roten Karte – das war kein Zufall, sondern der direkte Effekt der Unterzahl.