Am Freitagabend besiegte Évreux Vichy-Clermont in der Pro B mit 93 zu 81 Punkten. Die Gäste aus dem 18. Tabellenplatz setzten sich bei den Sechstplatzierten durch und beendeten damit eine Serie von vier aufeinanderfolgenden Niederlagen. Vichy-Clermont wartete seit Wochen auf einen Sieg.
Die Gastgeber gingen in die Partie mit dem Eindruck, dass man den Ball überliessen dem Gegner. In den letzten Spielen zeigten sie Schwankungen: gegen Levallois verloren sie 86:87, gegen Rouen Metrobasket gewannen sie 101:97, dann folgte die 56:67-Niederlage gegen Lyonso. Der Platz war schwer, die Konzentration brach ein. Nebenbei fiel auf, dass die Defensive keine Struktur fand.
Évreux hingegen hatte sich stabilisiert. Gegen Fos-Provence siegten sie 95:77, gegen Poitiers 86:80. Der Konflikt wurde öffentlich, als man merkte, dass die eigene Spielweise endlich zusammenzählt. Der Kapitän zog die Mannschaft mit, und die Gäste spielten den Gegner an die Wand. Interessant wird es, wenn man den Vergleich zieht: Évreux stand am Freitag auf dem 18. Platz mit 12 Siegen und 26 Niederlagen nach 38 Spielen.
Wir hatten in unserem prognostischen Angebot eine Heimsiegprognose abgegeben, die sich nicht erfüllte. Die Überzeugung lag bei 62 Prozent, doch der Lauf der Partie entwickelte sich anders. Vichy-Clermont war chancenlos, als die Gäste den Rhythmus bestimmten. Die Gastgeber fanden nie ins Spiel, während Évreux den offenen Raum nutzte.
Die Tabelle ändert sich kaum sichtbar. Vichy-Clermont bleibt auf dem sechsten Rang mit 22 Siegen und 16 Niederlagen, Évreux verharrt auf Platz 18 mit 12 Siegen und 26 Niederlagen. Beide Mannschaften haben null Bonuspunkte. Was sich ändert, ist der Lauf: Évreux beendet die Negativserie, Vichy-Clermont vertieft ihre Schwächephase. Der Markt sieht ein torarmes Spiel, doch hier ging es um mehr als Punkte – um Momentum.