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Enzo Fernández wechselt zu Manchester City

Chelsea lässt Enzo Fernández für 125 Millionen Pfund zu Manchester City ziehen – britischer Rekordtransfer im Gleichstand mit Isaks Wechsel zu Liverpool.

Enzo Fernandez in Chelseas blauem Trikot mit FIFA-Weltmeister-Abzeichen macht eine Handgeste

Manchester City hat die Verpflichtung von Enzo Fernández von Chelsea offiziell bestätigt. Die Ablöse von 125 Millionen Pfund entspricht dem britischen Rekord, den Liverpool im vergangenen Jahr am Deadline Day für Alexander Isak gezahlt hatte.

Der 25-jährige Argentinier unterschreibt einen Fünfjahresvertrag. Damit erreicht City in diesem Transferfenster Gesamtausgaben von 458 Millionen Pfund, ein Rekord für ein einzelnes Fenster in der Premier League, der die 415 Millionen von Liverpool aus dem Vorjahr übertrifft. Gegenzurechnen sind rund 300 Millionen Pfund, die City selbst durch Spielerverkäufe eingenommen hat.

Verhandelt wurde in den vergangenen 24 Stunden, die Einigung stand am Dienstag. Chelsea hatte zuvor versucht, mit Lamine Camara von Monaco Ersatz zu finden, ein Angebot über 38,1 Millionen Pfund wurde zunächst abgelehnt, später einigte man sich auf 47 Millionen. Der Deal platzte kurz vor Ablauf der Frist, Monaco zog sich zurück. Quellen bezeichneten das Vorgehen der Franzosen als «zutiefst unprofessionell». An dem gleichen Tag verstärkte sich City zusätzlich mit Iliman Ndiaye von Everton für bis zu 65 Millionen Pfund.

Fernández war zuletzt nicht mehr im Chelsea-Kader aufgetaucht, weder beim 4:3 gegen Brighton noch beim 2:0 im Ligapokal gegen Luton. Berichten aus Argentinien zufolge hatte er selbst darum gebeten, nicht berücksichtigt zu werden. Bei Chelseas Testspiel gegen Real Sociedad und beim Ligastart in Fulham wurde er von den eigenen Fans ausgepfiffen.

Vor dem Wechsel schrieb Fernández einen offenen Brief an Chelsea auf Instagram:

«Ich möchte, dass ihr wisst, dass das keine leichten Tage für mich waren. Auch diese Zeilen zu schreiben fällt mir nicht leicht. Die Wahrheit ist, ich war nicht an einem guten Ort. Vom Moment meiner Ankunft an war ich besessen davon, zu gewinnen und diesem Klub jeden Titel zu bringen, den seine Geschichte verdient. Wir haben gelitten, wir haben geweint, ich war oft wütend, aber wir haben auch Titel und unvergessliche Siege gefeiert. Gemeinsam, in den guten wie in den schwierigen Zeiten.» Chelsea werde «immer in meinem Herzen» bleiben, schrieb er weiter, die Entscheidung zu gehen sei «schwierig» gewesen, und er würde «wahrscheinlich genauso denken» wie die Fans.

Fernández war 2023 für damals britische Rekordablöse von 107 Millionen Pfund von Benfica zu Chelsea gewechselt. Mit dem Wechsel zu City ist er der erste Spieler der Fußballgeschichte, der zweimal für mehr als 100 Millionen Pfund den Klub gewechselt hat. In der Premier-League-Ära hatten zuvor nur Alan Shearer und Rio Ferdinand den britischen Transferrekord zweimal gehalten.

Für Trainer Enzo Maresca, dessen Berufung bei City im Sommer für Verstimmung gesorgt hatte, gilt Fernández als Wunschspieler. City ist mit zwei Siegen aus zwei Spielen in die Saison gestartet. Ob sich der teure Umbau des Mittelfelds, nach Elliot Anderson für 116 Millionen und Ayyoub Bouaddi, unmittelbar auszahlt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

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