Aubameyang tritt bei Gabuns Nationalmannschaft zurück
Nach der Aus bei der Afrika-Cup und dem Ausschluss durch die Regierung beendet Gabuns Kapitän und Rekordtorschütze seine Länderspielkarriere.
Pierre-Emerick Aubameyang tritt für die gabunische Nationalmannschaft nicht mehr an. Der Kapitän der "Panthers" begründete den Rückzug mit der Behandlung nach dem Scheitern bei der Afrikameisterschaft 2025 in Marokko.
Gabun schied bei dem Turnier sieglos in der Gruppenphase aus, mit drei Niederlagen, zuletzt gegen die Elfenbeinküste (3:2). Aubameyang spielte gegen Kamerun und Mosambik trotz körperlicher Beschwerden und erzielte gegen Mosambik ein Tor. Das letzte Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste musste er verletzungsbedingt auslassen.
Präsident Brice Clotaire Oligui Nguema sprach danach von einem herber Verlust für das nationale Selbstverständnis. Die Regierung löste daraufhin den Trainerstab auf, setzte den Spielbetrieb der Nationalmannschaft vorerst aus und schloss die Routiniers Aubameyang (37) und Bruno Ecuele Manga (38) aus dem Kader aus. Unter Gabuns Fans löste das Vorgehen gegen die beiden Verdienten Empörung aus.
Aubameyang machte die Behandlung für seinen Schritt verantwortlich: Er ist Gabuns Rekordtorschütze und bestritt 83 Länderspiele. Der neue Nationaltrainer Sébastien Migné muss den Rücktritt seines Kapitäns nun verkraften, während die Mannschaft die nächsten Partien der AFCON-Qualifikation vorbereitet.
Im Verein läuft es für Aubameyang unterdessen weiter. Nach dem Wechsel von Marseille zum Aufsteiger Deportivo La Coruña erzielte er in drei Ligaspielen bereits drei Tore. Deportivo steht in La Liga auf Platz acht, mit einem Sieg und zwei Remis unangefochten.
Für die Nationalmannschaft dürfte der Abgang ihres Rekordtorschützen und Kapitäns die laufende AFCON-Qualifikation zusätzlich erschweren, zumal Gabun ohnehin schon ohne Trainerstab dasteht.
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