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Chivu vor Real-Duell: Mourinho ist ein besonderer Mensch

Inter-Trainer Cristian Chivu würdigt vor dem Champions-League-Auftakt in Madrid seinen früheren Coach José Mourinho, distanziert sich aber von dessen Stil als Vorbild.

Mourinho in Real-Madrid-Kleidung streckt sich nach Mbappé mit Tasche

Vor dem Champions-League-Auftakt zwischen Real Madrid und Inter Mailand am Dienstag im Santiago Bernabéu hat Inter-Trainer Cristian Chivu über seinen früheren Trainer José Mourinho gesprochen und ihn als besonderen Menschen bezeichnet.

"Er ist ein besonderer Mensch, den ich das Glück hatte, in meinem Leben kennenzulernen. Er hat mir in einer schwierigen Phase wichtig geholfen, das werde ich nie vergessen", sagte Chivu. Der Rumäne spielte zwischen 2008 und 2010 unter Mourinho bei Inter und gewann mit ihm 2010 ausgerechnet im Bernabéu die Champions League.

Über Mourinhos Fähigkeit, eine Mannschaft zu prägen, sagte Chivu: "Er versteht es sehr gut, die Kaderlage einzuschätzen, und seine Mentalität zu vermitteln. Er ist ein Gewinner, der weiß, wie man die Dinge im richtigen Moment kommuniziert. Das können nur wenige so wie er. Er hat überall gewonnen, wo er war, und ich bin sicher, dass Real Madrid eine gute Saison haben wird."

Ein Vorbild für die eigene Trainerarbeit sei Mourinho dennoch kaum. Auf die Frage, ob er sich von ihm inspirieren lasse, antwortete Chivu: "Ich habe nie jemanden kopiert. Ich habe meine eigene Vorstellung von Fußball, die ich in meinen Jahren als Spieler und als Trainer entwickelt habe." Zur Lage bei Real Madrid unter Mourinho sagte er: "Es ist noch sehr früh. Es war ein einigermaßen ausgeglichener Start, auch wenn sie ihr letztes Spiel unverdient verloren haben."

Gemeint ist die 0:1-Niederlage bei Betis. Torhüter Vallés hatte einen Foulelfmeter von Kylian Mbappé in der Nachspielzeit gehalten. Mourinho fand danach ungewohnt offene Worte: "Wir haben gegen Betis verloren, weil wir unsere Torchancen nicht in Tore verwandelt haben", sagte der Portugiese und fügte an: "Aber weshalb wurde der Elfmeter nicht wiederholt?" Es sind die für ihn typischen Fragen an Schiedsrichter und VAR, die er zuvor bereits gegen den FC Barcelona gerichtet hatte.

Auch Mbappé wehrte sich nach dem Spiel gegen Kritik an seinem Defensivverhalten, nachdem er mit Ousmane Dembélé und Raphinha verglichen worden war. "Ich könnte mich dumm stellen und sagen, dass ich mehr Tore schieße als die beiden, und man könnte auch sagen, dass die beiden mehr Tore erzielen müssten. Ich mache viele Dinge, die andere nicht machen. Das ist eine endlose Debatte, aber wir alle müssen uns defensiv verbessern", sagte der Franzose.

Für Real Madrid ist die Partie gegen Inter der erste Champions-League-Einsatz seit Mourinhos Rückkehr. Die vergangenen zwei Ausgaben des Wettbewerbs prägte bekanntlich Paris Saint-Germain, das nun sogar Reals Dreifachtriumph in Serie angreifen will. Inter reist als amtierender Meister der Serie A und mit starkem Saisonstart an.

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