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Lionel Scaloni: Zukunft bei Argentinien weiter offen

Vertrag des Weltmeistertrainers läuft im Dezember aus. Umbruch nach Messis Abschied, ausstehende Prämien und der Abgang von Walter Samuel belasten die Entscheidung.

Argentiniens Trainer Jorge Scaloni in blauem Trikot mit dem AFA-Emblem, zur Seite blickend.

Lionel Scaloni lässt seine Zukunft bei der Nationalmannschaft Argentiniens weiterhin offen. Der Vertrag des Trainers läuft Ende Dezember aus, eine Entscheidung über eine Verlängerung steht noch aus.

Wie der Journalist Gustavo Yarroch berichtet, zögert Scaloni aus mehreren Gründen. Nach dem Abschied von Lionel Messi aus der Nationalmannschaft steht ein Umbruch bevor, und Scaloni ist sich nicht sicher, ob er nach acht Jahren im Amt noch die Energie für den Aufbau einer neuen Mannschaft aufbringt. Hinzu kommen offene Prämienzahlungen des Fußballverbandes AFA an die Spieler, obwohl der Verband nach eigenen Angaben derzeit mehr Geld einnimmt als je zuvor. Als dritten Punkt nennt Yarroch die Planung der Testspiele: Scaloni wünscht sich starke Gegner, der Verband stellt bislang aber schwächere Länder zusammen. Für den Sammeltermin im Herbst, der in einer Woche beginnt, fehlt noch ein Gegner überhaupt; im Gespräch sind Burkina Faso, Bolivien und Benin.

Nach dem verlorenen WM-Finale 2026 hatte Scaloni seine langfristige Zukunft bereits infrage gestellt.

Laut TyC Sports sind Gespräche über eine Vertragsverlängerung zwischen Scaloni und der AFA im Gange, der Verband hat die Initiative dazu ergriffen. Eine Entscheidung des Trainers wird aber nicht kurzfristig erwartet.

Zusätzliche Unsicherheit bringt der Rückzug von Walter Samuel. Der Assistenztrainer wird laut Gaston Edul von TyC Sports das Betreuerteam nach Ablauf des laufenden Zyklus Ende 2026 verlassen, nach acht Jahren an Scaloni Seite. Samuel will eine eigene Karriere als Cheftrainer beginnen, bevorzugt in Europa. Mit Scaloni gewann er als Assistent den Weltmeistertitel 2022 in Katar, die Copa América 2021 und 2024, die Finalissima 2022 sowie den Einzug ins WM-Finale 2026. Sein Abgang gilt als einer der Faktoren, die Scaloni bei seiner eigenen Entscheidung mitbedenkt, da ein Umbau des Trainerstabs damit ohnehin ansteht.

Der AFA-Verband hatte nach Messis Rücktritt bereits reagiert und lässt seither jede Partie in der 10. Minute für einen Applaus unterbrechen. Sollte Scaloni gehen, würde der Verband nicht nur einen Weltmeistertrainer, sondern zugleich einen Teil seines langjährigen Stabes verlieren.

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