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Oleinikow lässt Rubin-Transfer platzen und wechselt zu ZSKA

Nach Medizincheck und Trikotfoto bei Rubin Kasan entschied sich Iwan Oleinikow um und wechselte stattdessen zu ZSKA Moskau – Reaktionen aus der Liga.

Khodja und Oleynikov halten ein CSKA-Trikot mit seinem Namen vor dem Wappen

Medizincheck absolviert, sich fotografieren lassen – und den Wechsel trotzdem platzen lassen, sagte Oleinikow. Der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler entschied sich stattdessen für ZSKA Moskau. «Ehrlich gesagt, ich weiss gar nicht, was ich dazu sagen soll. Das ist seine Entscheidung. Wenn er zu uns gewechselt wäre – gut. Wenn er in einem anderen Klub sein möchte – okay. Er hat sich für ZSKA entschieden. Viel Glück ihm. Ich selbst hätte so nie gehandelt.»

Rubin-Mittelfeldspieler Veldin Hodža zeigte sich zurückhaltend:

"Oleinikow bestand die Untersuchung in Kasan, posierte im Trikot – und unterzeichnete doch nicht."

Oleinikow ist ein Eigengewächs von ZSKA und wechselte zuletzt von Krylja Sowetow, wo er nach vorläufiger Absprache mit Kasan kurzfristig doch zu den Armeisten ging. Rubin hatte den Transfer bereits mit einem Video vom Trainingsgelände sowie dem Trikotfoto angekündigt.

"Oleinikow hat sich normal verhalten. Solange ein Mensch keinen unterschriebenen Vertrag hat, ist es nicht richtig, ihn in sozialen Netzwerken zu zeigen. Auf dem Papier war er zu dem Zeitpunkt, als die Aufnahmen entstanden, noch Spieler von Krylja Sowetow. Man hat unseren Spieler im Internet veröffentlicht, obwohl er noch bei Krylja Sowetow unter Vertrag stand. Ich verurteile ihn überhaupt nicht. Auf keinen Fall. «So sagt das niemand». Es gibt offizielle Papiere, es gibt Regeln für Spielerwechsel. Er ist hingefahren, und, sagen wir, ihm hat etwas nicht gefallen. Zum Beispiel die Stadt. So etwas kann passieren. Es ist nicht richtig, sich darauf zu versteifen, dass der Spieler auf dem Trainingsgelände war. Rubin hat den Transfer einfach nicht durchgezogen. Das ist alles."

Krylja-Sowetow-Cheftrainer Sergei Bulatow, der Oleinikow nach eigenen Worten seit zehn Jahren kennt, stellte sich ebenfalls hinter den Spieler:

"Unser Klub hat alles ehrlich und offen gemacht. Wanja hat sein letztes Spiel für uns bestritten. Ich kenne Wanja seit zehn Jahren, er steht für Fussball und einen ehrlichen Umgang mit dem Leben. Wir haben keine Vorwürfe gegen ihn. Wir sind froh, dass er zu einem grossen Klub gewechselt ist. Wanja braucht meine Unterstützung nicht, er ist eine grosse Persönlichkeit. Unsere Fans stehen gut zu ihm."

RPL-Präsident Sergei Alajew wählte für seine Einschätzung ein Bild aus dem Standesamt:

"Ein Beispiel: Bräutigam und Braut stehen im Standesamt, der Bräutigam überlegt es sich anders, dabei sind die Ringe schon da. Ein schöner Akt? Kein schöner Akt. Aber das ist sein Recht."

Zum Vorgang selbst sagte Alajew knapp:

Er betonte, dass es nicht richtig sei, einen Spieler ohne unterschriebenen Vertrag öffentlich zu machen, und verwies auf die offiziellen Papiere und Regeln für Spielerwechsel.

Für Rubin bleibt der geplatzte Transfer vor allem ein öffentlicher Rückschlag: Der Klub hatte den Wechsel bereits verkündet, bevor der Vertrag unterschrieben war. ZSKA dagegen hat mit Oleinikow einen Spieler zurückgeholt, den der Klub selbst ausgebildet hat.

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