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Martin O'Neill lässt Celtic-Zukunft offen

Nach drei Niederlagen binnen einer Woche, darunter zwei gegen Rangers, will der 74-Jährige über seine Zukunft als Celtic-Trainer nachdenken.

Martin O'Neill in einer schwarzen Celtic-Jacke mit drei weißen Streifen, nachdenklich die Hand am Mund.

Martin O'Neill lässt offen, ob er Trainer von Celtic bleibt. Nach drei Niederlagen in sieben Tagen, darunter zwei Pleiten im Old-Firm-Duell mit Rangers, kündigte der 74-Jährige an, seine Zukunft zu überdenken.

Die Woche begann mit einem 3:0 im Schottischen Ligapokal-Viertelfinale in Ibrox. Es folgte die Niederlage im Europa-League-Auftakt gegen den ungarischen Vertreter Ferencvaros. Am Sonntag dann die zweite Old-Firm-Pleite binnen weniger Tage: 0:1 im eigenen Stadion, das Tor erzielte Kyogo Furuhashi in der ersten Halbzeit. Celtic kam in beiden Derbys auf gerade zwei Schüsse aufs Tor, keiner davon führte zu einem Treffer. Insgesamt stehen nach diesem Herbst vier Saisonniederlagen zu Buche – so viele wie in der gesamten Vorsaison.

Nach der jüngsten Niederlage gegen Rangers klang er nachdenklich: „Ich bin enttäuscht von der Leistung. Wir haben nicht genug gekämpft.“

Simon Jordan reagierte überrascht auf diesen Ton. Der frühere Vorsitzende von Crystal Palace hätte sich bei talkSPORT mehr Kampfgeist gewünscht: „Celtic muss aufwachen.“

Trotz der Krise führt Celtic die Premiership weiterhin mit zwei Punkten Vorsprung an, während Rangers eine Serie von sechs Siegen in Folge aufgestellt haben und ins nächste Old-Firm-Duell mit umgekehrtem Schwung gehen. Aus der Abwehr kam mit Kieran Tierney, seit Sommer 2024 zurück im Klub, zumindest ein Offensivbeitrag – drei Saisontore, mehr als mancher Stürmer der Mannschaft.

Laut Football Insider hat Celtic bereits Robbie Keane zu Gesprächen über die Nachfolge eingeladen, er gilt intern als Favorit. Ein Wettanbieter setzt Neil Lennon mit 1/1 auf den Sieg, vor Shaun Maloney (3/1), Scott Brown (6/1) und Keane (8/1). Lennon trainierte Celtic bereits zwischen 2010 und 2014 sowie von 2019 bis 2021 und gewann fünf Meistertitel; aktuell betreut er Dunfermline Athletic in der Scottish Championship. O'Neill selbst hatte den Klub schon von 2000 bis 2005 geführt, mit einem Schnitt von 2,36 Punkten pro Spiel.

Verstärkung von außen blieb dem Kader zum Ende der Transferperiode verwehrt: Ein Wechsel von Gediminas Gineitis zu Celtic war am Transferdeadline gescheitert.

Sollte O'Neill den Posten tatsächlich räumen, läge die Entscheidung zwischen einem bewährten Namen wie Lennon und einem Neuanfang mit Keane. Für die Tabellenspitze bliebe der Vorsprung vorerst gesichert, ein weiterer Fehlstart würde ihn aber rasch aufzehren.

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