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Daniel Levy: 27 Millionen Pfund Abfindung von Tottenham

Der frühere Spurs-Vorstandschef erhielt nach seinem Abgang 2025 eine der höchsten Abfindungen der Fußballgeschichte, während die Lewis-Familie den Klub umkrempelt.

Daniel Levy im Anzug vor blauem Himmel mit ENIC-Buchstaben

Tottenham Hotspur hat seinem früheren Vorstandsvorsitzenden Daniel Levy nach dessen Abgang eine Abfindung von 27 Millionen Pfund gezahlt. Das berichtet The Athletic. Levy hatte den Klub im September 2023 nach 24 Jahren an der Spitze verlassen.

In der Summe sind laut Bericht Gehalt, Boni und ein langfristiges Anreizprogramm enthalten. Es soll sich um eine der höchsten Abfindungen handeln, die im Fußball je an einen Funktionär gezahlt wurden.

Der Umbruch bei Spurs geht auf die Familie Lewis zurück. Der nicht-geschäftsführende Vorsitzende Peter Charrington schrieb den Fans zum Saisonende einen offenen Brief: "Last September, we recognised that something seismic had to change at Spurs." Die Lewis-Familie habe daraufhin einen vollständigen Neustart autorisiert. Innerhalb eines Jahres investierte sie nach Vereinsangaben 320 Millionen Pfund, zuletzt weitere 120 Millionen Pfund als Betriebskapital.

Levy hält noch rund 24 Prozent der Anteile. Eine Beteiligung an einer Kapitalerhöhung über 100 Millionen Pfund ließ er verstreichen, die Frist lief im August ab, sein Anteil sank dadurch von 26 Prozent. Laut Football Insider wollte Eight Sports Capital, ein Unternehmen des taiwanischen Geschäftsmanns Richard Tsai, 24,99 Prozent der ENIC-Anteile von Levy übernehmen; Tsai könnte den Kauf auch privat finanzieren. Levy, mittlerweile 64, steht nach diesen Angaben nicht mehr auf der Gehaltsliste des Klubs.

Die Investitionen schlagen sich sportlich noch nicht nieder. Tottenham Hotspur steht nach fünf Spieltagen mit 2 Punkten auf Platz 20 der Premier League. Von den knapp 400 Millionen Pfund, die Postecoglou im Sommer für zehn Neuzugänge zur Verfügung standen, floss unter anderem in Dominic Solanke und Micky van de Ven. Bereits Mitte September musste Postecoglou nach einem torlosen 0:0 gegen Everton von mentalen Blockaden seiner Angreifer sprechen, wie berichtet.

Der schleppende Saisonstart dürfte den Druck auf die Vereinsführung erhöhen, den finanziellen Aufwand bald in Ergebnisse umzumünzen. Sollte Levy seine restlichen Anteile tatsächlich abgeben, wäre der Bruch mit der alten Vereinsführung endgültig vollzogen.

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