Irland und Israel: kein Trikottausch und kein Handschlag der Trainer
Vor den Nations-League-Spielen am 27. September und 4. Oktober sagt Irland Medientermine ab, RTE zeigt nur die Partie. Dara O'Shea lässt den Handschlag offen.
Irland und Israel verzichten nach den beiden Nations-League-Spielen auf den Trikottausch. Nach Angaben von The Independent geben sich auch die Trainer Heimir Hallgrimsson und Ben Shimon nicht die Hand.
Der irische Verband sagt zudem alle Medientermine vor dem Rückspiel am 4. Oktober ab. Der Sender RTE zeigt nur die Partie selbst, ohne Studio, Experten und Begleitprogramm.
Auslöser war eine Aussage Hallgrimssons bei der Kadernominierung in der vergangenen Woche. Viele Spieler fühlten sich wegen der Spiele gegen Israel nicht wohl, sagte er und fügte hinzu: «Wir spielen nicht zusammen mit dem Genozid, wir spielen gegen den Genozid.» Der israelische Verband antwortete in sozialen Netzwerken: «Wir haben einen enormen Beitrag zur Entwicklung der Menschheit geleistet, aber kein Heilmittel gegen Dummheit gefunden.» Shimon nannte Hallgrimsson laut dem Bericht einen dummen Menschen.
Beide Spiele finden auf neutralem Boden statt. Am 27. September treffen die Teams im ungarischen Debrecen aufeinander, am 4. Oktober in Bačka Topola. Dort spielt sonst TSC Bačka Topola, der Dritte der serbischen Prva Liga mit 20 Punkten aus 10 Spielen; die TSC Arena fasst 4.500 Zuschauer. Die FAI hatte die UEFA gebeten, beide Mannschaften nicht in eine Gruppe zu losen. Die UEFA lehnte ab, wie bereits am 18. September gemeldet.
Ob die Spieler beim Handschlag dem Trainer folgen, ist offen. Verteidiger Dara O'Shea sagte vor dem Spiel gegen Kosovo: «Wir haben bereits zu Beginn der Woche gesagt, dass wir uns am Freitag treffen und das alles gemeinsam besprechen. Morgen müssen wir uns auf das Spiel gegen Kosovo konzentrieren. Sobald das Spiel vorbei ist und der Freitag kommt, setzen wir uns alle zusammen und besprechen alles.»
Das kann bedeuten, dass die Mannschaft ihre Haltung erst kurz vor dem Spiel am 27. September festlegt. Sportlich steht Irland unter Druck: In der WM-Qualifikation liegt die Mannschaft mit 4 Punkten nach 4 Spielen auf Rang 3.
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