Tottenham: Länderspielpause trifft De Zerbi zur Unzeit
Nach rund 400 Millionen Pfund für neue Spieler und schwachem Start fehlt Roberto de Zerbi bei Tottenham Hotspur nun die Zeit, um aus Einzelteilen ein Team zu formen.
Tottenham Hotspur hat in diesem Sommer rund 400 Millionen Pfund für neue Spieler ausgegeben, und die Länderspielpause trifft Trainer Roberto de Zerbi nach schwachem Saisonstart zum ungünstigsten Zeitpunkt. BBC-Kommentator kritisiert den Start. Der Grossteil des Kaders ist für weitere drei Wochen bei den Nationalmannschaften.
Er vergleicht den Kader mit einem wie ein zusammengewürfeltes Kostüm: Wer sein ganzes Geld für rosa Schuhe, braune Hosen, ein gelbes Hemd und eine orange Krawatte ausgebe, habe noch kein passendes Hochzeitsoutfit. Viele Einzelteile ergeben demnach noch keine Mannschaft.
Der sonst sparsame Klub gab 400 Millionen Pfund aus – ein Novum. Die Summe habe bei vielen Anhängern die Erwartungen hochgeschraubt. Tottenham beendete die vergangenen zwei Spielzeiten jeweils auf Platz 17 und vermied den Abstieg knapp. Nun sprächen manche Fans von Titeln und einem Platz unter den ersten vier.
Die ersten Spiele enttäuschen. Es sei aber überzogen, De Zerbi schon jetzt unter Druck zu sehen, zumal er die Mannschaft in der Vorsaison in der Liga gehalten habe. Ein Trainer brauche Zeit, um taktisch zu arbeiten und im Umgang mit den Spielern Vertrauen zu schaffen. Diese Zeit habe De Zerbi bisher kaum bekommen.
Zudem fehlt die Kraft, Heimniederlagen abzuwenden oder Rückstände aufzuholen.
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