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Keane und Redknapp zum City-Urteil: Härte ja, Tabellen bleiben

Roy Keane fordert nach dem Schuldspruch gegen Manchester City volle Härte. Harry Redknapp will Strafe, aber keine nachträglich geänderten Tabellen.

Manchester City Spieler hebt Pokal über den Kopf im Stadion
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Die Premier League hat Manchester City in nahezu allen Anklagepunkten wegen finanzieller Verstösse schuldig gesprochen. Roy Keane verlangt daraufhin die volle Härte, während Harry Redknapp keine nachträglichen Änderungen an den Tabellen will.

Keane, früher Kapitän von Manchester United, kennt nach Angaben von Euro-Football.ru kein Mitleid mit City. Die Seite zitiert ihn nach derbyderbyderby.it. Er sagte:

«Es ist längst überfällig. Das geht schon sehr lange so. Ich bin ganz sicher nicht einverstanden mit dem, was Rodri gesagt hat. Es war seine Entscheidung, aber der Klub hat sich entschieden, zu betrügen.»

Rodri spielte früher für City und steht seit dem vergangenen Sommer bei Barcelona unter Vertrag. Worauf sich Keane bei ihm bezieht, geht aus den Meldungen nicht hervor.

Redknapp, einst Trainer von Tottenham, sieht sich als möglicherweise Betroffenen. «Das Urteil gegen Manchester City in fast allen Anklagepunkten der Premier League ist ein wahrhaft erschütterndes Ereignis für den Fussball», sagte er. «Man kann sich kaum vorstellen, wie weit die Folgen reichen und wie viele Menschen sie treffen können.» Viele könnten Anspruch auf Wiedergutmachung erheben, falls City die Berufung verliere. «Ich gehöre dazu.»

In den Spielzeiten 2010/11 und 2011/12 lag Tottenham unter seiner Leitung jeweils einen Platz unter der Qualifikation für die Champions League. Im Mai 2011 verlor die Mannschaft 0:1 gegen City unter Roberto Mancini. Der Sieg brachte City erstmals in die Königsklasse. Ein Jahr später wurde City dank des Tores von Sergio Agüero am letzten Spieltag Meister. Tottenham wurde Vierter und spielte trotzdem nicht in der Champions League, weil Chelsea das Turnier gewann und den Platz belegte.

«Wer weiss, was passiert wäre, hätte man im Etihad die Regeln so befolgt wie alle anderen?», sagte Redknapp. «Niemand kann das sicher sagen, aber die Fans von Tottenham sind bei Weitem nicht die Einzigen, die finden, in jenen Saisons sei man in gewisser Weise ungerecht behandelt worden.»

Punkte abziehen oder Meistertitel aberkennen will er City dennoch nicht. «Ich möchte nicht, dass die Premier League zu jenen Spielzeiten zurückkehrt und Punkte streicht oder City die Titel wegnimmt», sagte er. In den Meldungen wird er ausserdem so zitiert: «Der Klub muss als Beispiel für andere bestraft werden, aber die Ergebnisse zu ändern, wäre Wahnsinn.» Das Verfahren sei zu einem «riesigen, langwierigen Durcheinander» geworden. Bis zum Ende sei es noch weit.

Das kann bedeuten, dass sich die Debatte nach einer verlorenen Berufung Citys weniger um die Vergangenheit dreht als um die Höhe der Strafe. Fordern Klubs wie Tottenham dennoch Entschädigung, dürfte das Verfahren noch länger dauern.

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