Ronaldo bleibt gegen Norwegen auf der Bank und geht in die Kabine
Beim Nations-League-Sieg Portugals in Oslo sitzt Cristiano Ronaldo 90 Minuten draußen und feiert nicht mit. Trainer Jorge Jesus kündigt ein Gespräch an.
Cristiano Ronaldo hat beim Auswärtssieg Portugals in Norwegen am 2. Spieltag der Nations League 90 Minuten auf der Ersatzbank gesessen. Nach dem Schlusspfiff ging er laut Corriere dello Sport direkt in die Kabine und schloss sich dem Jubel der Mannschaft vor dem Block der portugiesischen Anhänger nicht an.
Zuletzt hatte der 41-Jährige von Al-Nassr vor 6.678 Tagen ein ganzes Pflichtspiel der Nationalmannschaft als Zuschauer verfolgt: am 15. Juni 2008 bei der EM gegen die Schweiz. In seinen 234 Länderspielen stand er in Oslo zum achten Mal in einem Pflichtspiel nicht in der Startelf. Als Einwechselspieler war er zuletzt im September 2024 gegen Schottland zum Einsatz gekommen.
Nationaltrainer Jorge Jesus äußerte sich nach dem Spiel zu dem Vorgang. Das Gespräch mit seinem Kapitän hält er nach Angaben der Zeitung für nötig. „Ich habe es erst nach dem Spiel bemerkt, nur er kann antworten“, sagte Jesus. „Nur weil er nicht gespielt hat, ist er kein Spieler, auf den ich nicht zähle. Ich zähle auf ihn.“
Vor der Partie habe er Ronaldo seinen Plan mitgeteilt. „Ich habe ihm gesagt: ‚Ich lasse dich nicht von Beginn an spielen, aber im Verlauf des Spiels bringe ich dich‘“, erklärte der Trainer. Eingewechselt wurde Ronaldo nicht. Der Bericht bricht an dieser Stelle mitten im Satz des Trainers ab, weshalb dessen Begründung offen bleibt.
Ob Ronaldos Abgang in die Kabine mehr war als Verärgerung über die Ersatzrolle, geht aus dem Bericht nicht hervor. Das angekündigte Gespräch dürfte klären, welche Rolle Jesus dem Kapitän in den kommenden Länderspielen zugedacht hat. Fällt die Antwort für ihn unbefriedigend aus, kann die Frage nach seiner Stellung im Team kaum bis zum nächsten Lehrgang ruhen.
Über diesen Beitrag
Von der Redaktion mit Hilfe von Algorithmen auf Grundlage der angegebenen Quellen erstellt