Ataturk Olympic Stadium
Galatasaray zog 2003/04 ein, während das Ali-Sami-Yen-Stadion umgebaut wurde, und kehrte für einzelne Partien der Champions League 2006/07 zurück. İstanbul Başakşehir blieb von 2007 bis 2014, Kasımpaşa eine Saison lang, Beşiktaş von 2013 bis 2016, bis der Vodafone Park fertig war. Erst mit dem Aufstieg von Fatih Karagümrük in die Süper Lig 2020 bekam der Bau einen ständigen Hausherrn.
Angelegt war er ohnehin für anderes. Michel Macary und Aymeric Zublena, dieselben Architekten wie beim Stade de France, entwarfen ihn für die großen Endspiele; gebaut hat ihn ein türkisch-französisches Konsortium unter Führung von Tekfen, für rund 140 Millionen US-Dollar. Vor dem Champions-League-Finale 2005 fielen die Plätze mit eingeschränkter Sicht weg, die Kapazität sank entsprechend.
Dieses Finale trug dem Ort seinen Beinamen ein: Liverpool lag gegen den AC Mailand mit 0:3 zurück, glich zum 3:3 aus und behielt im Elfmeterschießen den kühlen Kopf. 2023 kam das zweite Endspiel, Manchester City schlug Inter Mailand mit 1:0 vor 71.412 Zuschauern. Die Finals 2020 und 2021 waren ebenfalls hierher vergeben, wurden aber wegen der Pandemie nach Portugal verlegt.
Den höchsten Zuschauerstand im Fußball brachte ausgerechnet der erste Tag: Am 31. Juli 2002, zur Eröffnung, sahen 79.414 Menschen ein Vorbereitungsspiel zwischen Galatasaray und Olympiakos. Bei der Europameisterschaft 2008 fand hier unter anderem ein Viertelfinale statt.