Centre National de Football Euro 2000
Tubize, Belgien
Früher: Centre technique national de football, Belgian Football Centre
Die Anlage unterscheidet sich durch ihre Doppelfunktion von den reinen Spielorten der Liga: Hier wird weniger gespielt als trainiert. Die Architektur, entworfen von Paul Petit, folgt der Logik eines Sportparks, nicht eines reinen Fußballstadions. Das natürliche Gras, auf dem seit Jahren gespielt und trainiert wird, zeigt Spuren der Nutzung, ist aber gepflegt genug für internationale Jugendauswahlen. Für die klassische Vereinsgeschichte bleibt die Arena fremd. Sie gehört der belgischen Fußballföderation. Was man hier sieht, sind keine Fans, die seit Generationen einen Verein unterstützen, sondern Jugendliche, die für ihre Zukunft spielen. Ein Spiel auf diesem Platz ist weniger ein Derby mit eigener Rechnung als vielmehr ein Testfeld. Die Anlage liegt direkt an der Rue de Bruxelles, eingebettet in ein komplexes Bauensemble, das auch einen Hoteltrakt umfasst, der 2016 in Betrieb ging. Die Kapazität von 2.000 Plätzen ist begrenzt. Wer hier ein Match besucht, zählt nicht die ausgelasteten Ränge, sondern die Aufmerksamkeit im Training. Es ist ein Ort, an dem die nächste Generation der Nationalmannschaft geschmiedet wird, fernab der großen Szenen der Jupiler Pro League.