Ennio Tardini
Entworfen hat das Stadion Ettore Leoni, der sich an französischen und deutschen Vorbildern orientierte, unter anderem am Stade de Gerland in Lyon. Von diesem ersten Bau ist die Form nicht geblieben.
Den Ausschlag gab der Aufstieg von Parma in die Serie A 1990: Vorgeschrieben waren 30.000 Plätze, vorhanden waren 13.500. Zwischen 1990 und 1993 wurde aus dem Oval mit Laufbahn eine rechteckige Anlage englischer Bauart. Die Tribuna Petitot wurde vergrössert, Curva Nord und Curva Sud kamen hinzu, die Bahn verschwand, die Kapazität stieg auf über 29.000. Im Dezember 1993 bewilligte die öffentliche Hand dafür mehr als 12 Milliarden Lire. Der Bau von 1923 hatte 477.000 Lire gekostet.
Kurz nach dem Umbau, am 4. September 1994, kamen zum Spiel der Serie A gegen US Cremonese 35.000 Zuschauer — der Rekord der Anlage.
Zwei Todesfälle haben die Ränge verändert. Die Curva Nord trägt seit 2008 den Namen des Parma-Anhängers Matteo Bagnaresi; nach dem Tod des Vicenza-Anhängers Eugenio Bortolon in der Curva Sud 2009 wurden die Sicherheitsvorkehrungen angepasst.
Die Pläne aus Italiens erfolgloser Bewerbung um die UEFA Euro 2016 — 31.397 feste Plätze, überdachte Ecken und Hintertortribünen, geschätzte 40 Millionen Euro — wurden nie ausgeführt. Umgesetzt wurde seit 2007 Kleineres für rund 3,5 Millionen Euro: Videowand, neues Dach über der Tribuna Est, bessere Entwässerung, Medien- und Gästeplätze.
Am 28. April 2019 fand hier das Endspiel der Coppa Italia Femminile statt, das erste, das die FIGC selbst ausrichtete.