Erzgebirgsstadion
Aue, Deutschland
Früher: Städtisches Stadion im Lößnitztal, Otto-Grotewohl-Stadion, Sparkassen-Erzgebirgsstadion
Die Eisenbahnschienen führen an einem Ende am Spielfeld vorbei. Die Werbetafeln am Spielfeldrand zeigen heute Sponsoren, aber die Farbe Lila bleibt das klare Zeichen der Heimmannschaft, die hier seit 1951 ununterbrochen spielte.
Die Osttribüne wird durch einen hohen Mast mit Scheinwerfern dominiert. Die Werbetafeln am Spielfeldrand zeigen heute Sponsoren, aber die Farbe Lila bleibt das klare Zeichen der Heimmannschaft, die hier seit 1951 ununterbrochen spielte.
Der Verein kam aus der DDR-Oberliga, wo er die längste Zeit ohne Abstieg verbrachte. Das Stadion hat viele Gesichter gesehen: es hieß Städtisches Stadion, dann nach einem Wiederaufbau 1950 Otto-Grotewohl-Stadion, später Sparkassen-Erzgebirgsstadion und nun eins Erzgebirgsstadion. Die Kapazität schrumpfte im Laufe der Jahre, als DFB-Vorgaben für die zweite Bundesliga die Stehplätze reduzierten. Heute stehen fast ausschließlich Sitzplätze zur Verfügung.
Das Gelände ist flach, aber der Wind kommt von den Bergen herab. Spieler und Zuschauer kennen diesen Effekt gut. Im Sommer steht die Sonne weniger direkt auf das Feld, weil die Bäume den Himmel beschatten. Im Winter müssen die Spieler schneller spielen, weil die Kälte die Bälle härter macht. Die DDR-Nationalmannschaft hat hier gegen Algerien und Portugal gespielt. Ein Pokal Halbfinale gegen Bayern München fand ebenfalls hier statt.
Das Stadion ist kein Monument, sondern ein Teil der Stadt. Es gehört zu den Leuten, die auf den Hügeln wohnen und die jeden Sonntag herkommen. Eisenbahnschienen und Naturrasen liegen nebeneinander. Das ist der Ort, an dem Fußball in der Region gespielt wird, ohne dass man lange suchen müsste.