Estádio Municipal Valdeir José de Oliveira
Goianésia, Brasilien
Früher: Estádio Municipal Castelo Branco
Der Name, den die Anlage heute trägt, ist nicht ihr erster. Bei der Eröffnung 1970 – ein Ortsderby zwischen Goianésia und Maracanã aus Anápolis machte den Anfang – hieß das Stadion Estádio Municipal Castelo Branco. Erst in den 1990er Jahren wich der Name dem heutigen: Valdeir José de Oliveira, ein Wegbereiter des Vereins Goianésia Esporte Clube, dessen Spitzname Azulão do Vale bis heute mit dem Platz verbunden bleibt.
Der Umbau zog sich über Jahrzehnte und geriet dabei mehr als einmal ins Stocken. 1995 kamen Flutlicht und Überdachungen für zwei Tribünen dazu. Ab 2011 folgte ein größerer Ausbau, der Ende 2016 unterbrochen wurde, 2017 aber als abgeschlossen galt – mit Platz für 6000 Zuschauer. 2018 nahm die Stadtverwaltung die Arbeiten mit Bundesmitteln wieder auf, später kam eine LED-Flutlichtanlage hinzu. Wie weit die Kapazität seither reicht, wird uneinheitlich angegeben: Manche Quellen nennen weiterhin 6000 Plätze, andere über 8000.
Eigentümer der Anlage bleibt der Bundesstaat Goiás, die Verwaltung liegt seit 2005 per Nutzungsvertrag bei der Stadt Goianésia. Gespielt wird auf Naturrasen, an der Av. Goiás im Setor Sul. Überregionale Aufmerksamkeit bekam der Platz durch einzelne Pflichtspiele – etwa gegen Porto Velho in der Série D 2021 oder das 1:1 gegen ABC FC im Copa do Brasil 2022 –, während der Alltag dem Campeonato Goiano und der Divisão de Acesso gehört.