La Rosaleda
Wer im Norden Málagas an der Guadalmedina steht, sieht ein Stadion, das seinen Grund nicht vergessen hat: An diesem Ausweichort ist man geblieben.
Die WM 1982 hat der Rosaleda ihr bislang größtes Format aufgezwungen. Zur Gruppenphase fasste sie kurzzeitig 45.000 Zuschauer, so viele wie beim Spiel zwischen der Sowjetunion und Schottland. Danach wurde das Stadion nie wieder auf diese Größe gebracht, im Gegenteil: Der Umbau zwischen 2000 und 2006, der 36 Millionen Euro kostete, brachte es auf sein heutiges, deutlich kleineres Maß.
Mit dem regulären Ligabetrieb hat die Rosaleda in dieser Hinsicht wenig zu tun, ihr eigentlicher Ruf gründet anderswo: als Konzertbühne. George Michael spielte hier 1989 vor 62.000 Menschen, RBD vor 60.000, später kamen Shakira, Alejandro Sanz und Maná – Zahlen, von denen ein Fußballabend in Málaga nur träumen kann.
Zum eigentlichen Zuschauerrekord im Ligabetrieb kam es am 4. November 2012, als 28.000 Fans eine 1:2-Niederlage gegen Rayo Vallecano sahen. In der Zweitliga-Saison 2024/25 kletterte die Zahl gegen Deportivo La Coruña auf 27.281.
Genau das treibt das nächste Kapitel an: 2025 wurde ein Neubauprojekt namens Nueva Rosaleda gebilligt, veranschlagt mit 271 Millionen Euro und einer Eröffnung, die man erst für 2032 in Aussicht stellt.