Sportplatz Kienhorststraße
Wer nach dem Wackerplatz fragt, muss in Reinickendorf erst einmal wissen, dass der Sportplatz Kienhorststraße dasselbe Gelände meint – nur unter neuem Namen. Der alte hängt am Verein, für den der Platz einst gebaut wurde: SC Wacker 04 Berlin, gegründet 1904 und Gründungsmitglied der 2. Bundesliga 1974.
Gerade in dieser Zeit zeigte sich, dass der Platz für die zweite Liga eigentlich nicht taugte – es fehlten Feldbegrenzungen und eine eigene Kabine für die Schiedsrichter, sodass Wacker seine Heimspiele ins Poststadion verlegte. Erst nach dem Wiederaufstieg 1978 wurde nachgerüstet, und die Mannschaft kehrte zurück. Lange hielt das Gastspiel in der zweiten Liga nicht: Am Saisonende 1978/79 stand Wacker auf dem letzten Platz und stieg wieder ab.
Von den Spielen, die anderswo ausgetragen wurden, ist eines bis heute die Referenzgröße des Vereins: das Relegationsspiel um den Bundesliga-Aufstieg 1974 gegen Eintracht Braunschweig, verloren mit 1:3 – vor 25.000 Zuschauern im Poststadion, mehr als der Wackerplatz je gesehen hat.
Nach der Insolvenz von SC Wacker 04 am 2. Juni 1994 ging der Platz an den BFC Alemannia 90 über, der bis 2013 unter dem Doppelnamen BFC Alemannia 90-Wacker antrat. Auch der SC Tegel war hier zeitweise zu Hause, bevor er 2002 aufging. Heute trägt der Füchse Berlin Reinickendorf seine Heimspiele in der Berlin-Liga, der sechsten Stufe, auf dem Naturrasen an der Kienhorststraße aus. An die Vereinsgeschichte erinnert eine Gedenktafel der Fußballroute Berlin.
Wer hier spielt
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Reinickendorfer Fuchse
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