Tupras Stadium
Eröffnet wurde der Bau am 11. April 2016 als Vodafone Arena, im Juni 2017 wurde er in Vodafone Park umbenannt, weil eine behördliche Vorgabe das Wort „Arena" aus türkischen Stadionnamen entfernte. Als der Vodafone-Vertrag 2023 auslief, hieß er kurz Beşiktaş Park, seit demselben Jahr Tüpraş Stadyumu.
Beşiktaş hat hier selbst gebaut: ausführend war Beşiktaş İnşaat A.Ş., die klubeigene Baugesellschaft, der Entwurf kam von DB Architects mit Bünyamin Derman und Metin Demir als Projektarchitekten. Die Kosten lagen bei rund 407 Millionen Lira, etwa 110 Millionen Dollar; getragen wurden sie überwiegend vom Verein und aus dem 2013 geschlossenen Sponsorvertrag mit Vodafone über 145 Millionen Dollar. Eigentümerin ist die Spor Genel Müdürlüğü, das Nutzungsrecht liegt beim Klub.
Der Platz an der Dolmabahçe Caddesi ist derselbe wie zuvor. Der Vorgängerbau, das BJK İnönü Stadyumu, fasste etwa 32.145 Zuschauer; der Neubau war zunächst auf 41.903 Plätze ausgelegt. Der höchste verzeichnete Besuch blieb darunter: 39.623 am 20. April 2017, im Viertelfinal-Rückspiel der UEFA Europa League gegen Lyon.
Acht Monate nach der Eröffnung, am 10. Dezember 2016, tötete ein Selbstmordanschlag vor dem Stadion 46 Menschen, 166 wurden verletzt.
2019 war der Platz Austragungsort des UEFA-Super-Cup-Endspiels, das Liverpool nach einem 2:2 mit 5:4 im Elfmeterschießen gegen Chelsea gewann. Genutzt wird er auch für Konzerte, unter anderem von Shakira am 11. Juli 2018 und der türkischen Band Mor ve Ötesi am 28. Mai 2022.