Виллем II Стадион
Tilburg, Niederlande
Früher: Willem II Stadion
Das Stadion in Tilburg wird in der Stadt selbst nur als Willem II Stadion bezeichnet. Seit 2009 ist der offizielle Name Koning Willem II Stadion, doch im Stadionflüsterkreis bleibt es bei der Kurzform. Die Anlage gehört seit 2021 dem Verein; zuvor lag sie in städtischer Hand.
Das moderne Bauwerk steht auf dem Grund des Vorgängers von 1948. Damals ersetzte die Gemeinde die im Krieg zerstörten Holzbauten durch ein Stadion mit Laufbahn. Die Wurzeln reichen aber bis 1920 zurück, als das Tilburgs Sportpark eröffnet wurde. Der Abriss der Konkrethalle erfolgte 1992, nach der Rückkehr des Klubs in die Eredivisie. Die Bauzeit dauerte drei Jahre, die Einweihung fand am 31. Mai 1995 statt. Der Entwurf stammt von Buro Bollen.
Das Kennzeichen des Platzes ist das wellenförmige Dach über den Tribünen. Es ist eine der wenigen städtischen Stätten, die ihre alte Struktur ganz opferten, um eine neue zu errichten. Die Kapazität fiel von 20.000 auf etwa 15.000 Plätze. Eine Laufbahn existiert nicht mehr; stattdessen steht der Fußball im Mittelpunkt. Die Sitzplätze sind durchgängig mit Kunststoffstühlen bestückt.
Die KoningSide-Tribüne hatte früher einen Ausbau geplant, wurde aber wegen statischer und finanzieller Grenzen davon abgehalten. Sicherungstechnik und Zugangskontrollen wurden bis 2024 nachgerüstet. Der Rasen ist natürliches Grün.
Interlandspiele der Niederlande fanden hier statt, ebenso wie Spiele der U-20-Weltmeisterschaft 2005. Die höchsten Zuschauerzahlen wurden in den geführten Europapokal-Spielen gegen Bordeaux und Sparta Prag verzeichnet. Der Verein trägt seit der Übernahme die Verantwortung für das Haus, auch wenn die Stadt Tilburg als Standort weiterhin im Vordergrund steht.