Workers Stadion
Peking, China
Das Stadion in Peking, das als Workers' Stadium bekannt ist, steht im Chaoyang-Distrikt, unweit der Sanlitun-Route. Die Fassade des neuen Bauwerks nutzt fair-faced concrete, um die Ästhetik des Vorgängers von 1959 zu bewahren, während die Struktur selbst auf einer 3D-Seismik-Isolation basiert. Ein markantes Merkmal ist das 205 Meter weite Dach, das einen Teil des Spielfeldes bedeckt und im Sommer mit 3.712 Quadratmetern Photovoltaik-Modulen versehen ist.
Im Inneren fällt die Farbe der Tribünen auf. Im Gegensatz zum alten Stadion, das noch eine Laufbahn besaß, ist die heutige Anlage nur für den Fussball konzipiert, wodurch die Zuschauer näher am Geschehen sind. Eine der südlichen Tribünen kann verschoben werden, was die Flexibilität für verschiedene Veranstaltungen erhöht. Das Spielfeld besteht aus einer Hybridrasenfläche, die mit einem Verankerungssystem aus künstlichen Fasern stabilisiert wird.
Geschichtlich ist die Stätte eng mit der Geschichte Chinas verbunden. Ursprünglich als eines der «Zehn Großen Bauwerke» zum zehnten Jahrestag der Volksrepublik China eingeweiht, diente sie später als Austragungsort für die Eröffnungs- und Abschlussfeierlichkeiten der Asienspiele 1990. Bei der Endspielbegegnung der AFC Asian Cup 2004 zwischen Japan und China kam es nach dem Spiel zu Unruhen unter den Fans. Auch im Jahr 2008 war sie Schauplatz von olympischen Fussballspielen, darunter das Halbfinale zwischen Argentinien und Brasilien. Heute ist Beijing Guoan der fest ansässige Verein, der seine Heimspiele hier austrägt.