Bayern München und Manchester City spielten am Sonntag in der ersten Runde der League Stage der Frauen-Champions League 2:2. Das Spiel endete auf dem FC Bayern Campus, wo beide Teams ihre Kräfte maßen und am Ende keinen Sieger sahen. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie der Verlauf zustande kam.
In der elften Minute erzielte Giulia Gwinn für Bayern die Führung, doch keine zwei Minuten später verwandelte Kerstin Casparij den Ball ins eigene Tor. Die Gäste gaben nicht auf: Bethany Mead glich in der 45. Minute aus, und damit ging es in die Pause. Nebenbei fiel auf, dass beide Mannschaften von Anfang an ihre Kräfte austarieren wollten.
Nach der Pause stand es weiterhin unentschieden, bis Khadija Shaw in der 62. Minute einen Elfmeter verschoss. Das war ein Moment, der den Spielverlauf hätte ändern können. Stattdessen kamen in der 71. und 75. Minute neue Spielerinnen ins Feld, und in der 79. Minute wurde auch Bernadette Amani Kakounan ausgewechselt. Bayern suchte weiter nach dem Weg zum Sieg.
Erst in der 86. Minute sorgte Carlotta Wamser für den Ausgleich. Damit war das Spiel entschieden, und beide Teams gingen mit einem Punkt nach Hause. Es war ein Match, das von der ersten Minute an offen war und bis zum Ende spannend blieb.
Die Statistiken zeigen Bayern mit 46 Prozent Ballbesitz und 108 Angriffen, während Manchester City 54 Prozent und 93 Angriffe zu verzeichnen hatte. Bayern schoss 12 mal auf das Tor, davon 4 ins Ziel, City 3 mal auf das Tor, davon 3 ins Ziel. Beide Teams hatten je eine gelbe Karte, und Bayern verzeichnete 21 erfolgreiche Tackels, City 15.
Das Ergebnis bedeutet für beide Teams, dass die League Stage mit einem Punkt beginnt. Es ist noch früh, aber die ersten Eindrücke sind da. Bayern zeigte, dass sie auch gegen starke Gegner bestehen können.
Wir hatten einen Sieg für Manchester City vorhergesagt, mit einer Sicherheit von 81 Prozent. Der Matchverlauf hat sich anders entwickelt. Besonders der verschossene Elfmeter und der späte Ausgleich von Bayern haben den Kurs verändert.