Falkirk und Heart of Midlothian spielten in der Scottish Premiership am Dienstagabend um drei Punkte. Das Spiel endete 2:1 für die Gastgeber, die seit acht Spielen ungeschlagen sind und damit eine kleine Serie begründeten. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wer die Entscheidung erzwang.
Ben Krauhaus eröffnete die Bilanz in der achten Minute. Der Schuss ging ins Tor, und Falkirk führte. Nebenbei fiel auf, dass die Gäste nach dem Treffer versuchten, das Spiel zu drehen, aber die defensive Struktur der Gastgeber hielt. Finley Frank Barbrook erhielt kurz darauf die erste gelbe Karte.
James Wilson glich in der zwanzigsten Minute aus. Hearts gewannen damit die Kontrolle zurück, oder zumindest den Anschein davon. Die Statistik zeigt 59 Prozent Ballbesitz für die Gäste, doch der Ballbesitz allein entscheidet noch lange nichts. Yan Dhanda und Claudio Rafael Soares Braga wurden in dieser Phase verwarnt.
Die zweite Hälfte begann mit Tauschaktionen. James Wilson wurde in der fünfundfünfzigsten Minute ausgewechselt, Ben Krauhaus folgte kurz darauf. Und dann kam die Minute, die das Spiel drehte: Owen Eames traf in der sechzigsten Minute. Falkirk führte wieder, und die Gäste mussten zu Hause liefern. Eames selbst wurde in der sechsten Minute der zweiten Halbzeit eingewechselt und schoss den Sieg herein.
Die Zahlen erzählen ihre eigene Geschichte. Falkirk hatte 41 Prozent Ballbesitz, 347 Pässe, davon 265 erfolgreich. Hearts passten 488 Mal, 389 davon trafen den Mann. Falkirks Schüsse waren weniger treffsicher, aber die Chancenrechner zeigen: vier große Chancen gegenüber zwei für die Gäste. Vier Tore auf dem Kopf, vier auf dem Ziel – das Verhältnis ist zerrüttet, wenn man nur die Zahlen betrachtet.
Die Tabelle änderte sich spürbar. Falkirk steht jetzt auf dem zehnten Platz mit sechs Spielen, einem Sieg, zwei Unentschieden und drei Niederlagen – fünf Punkte. Hearts bleiben auf Rang drei, zwölf Punkte nach sechs Partien. Der Unterschied liegt bei sieben Zählern, und in solchen Spielen zählt die Tabelle nicht immer.
Wir hatten auf einen Heimerfolg gesetzt, mit 42 Prozent Sicherheit. Der Prognose ging es anders. Nicht weil die Gastgeber stärker waren, sondern weil sie in der entscheidenden Phase die Nerven behielten. Eines ist klar: die Abwehr von Falkirk hat in dieser Phase einen Rhythmus gefunden, den man nicht einfach abschreiben kann.