In der fünften Runde der Süper Lig trafen Gazisehir Gaziantep und Fenerbahçe aufeinander. Das Spiel endete torlos, wie es manchmal in solchen Begegnungen aussieht. Und dann steht da die Tabelle, und beide Vereine haben nach fünf Spielen noch Luft nach oben.
Die erste Hälfte war von einer gewissen Nervosität geprägt. In der vierten Minute sah U. Meleke die gelbe Karte, das war das einzige nennenswerte Event in den ersten vierzig Minuten. Fenerbahçe kontrollierte den Ball, aber interessant wird es, wenn man anschaut, wie die Angriffe aussahen. Viele Bälle in die Mitte, aber wenig Gefahr.
Ab der sechzigsten Minute kamen die Wechsel. Fenerbahçe brachte gleich drei Spieler gleichzeitig rein: Lukaku, Guendouzi und Akturkoglu. Nebenbei fiel auf, dass die Gäste in der zweiten Hälfte mehr Druck machten, aber die Abwehr von Gaziantep stand stabil. Die gelben Karten häuften sich gegen Ende: Kahveci, Kizildag, Muriqi, Abena und Aydin bekamen jeweils eine Verwarnung.
Die Zahlen erzählen eine Geschichte, die nicht jeder sieht. Fenerbahçe hatte 68 Prozent Ballbesitz, vier Schüsse aufs Tor und 1,34 Expected Goals. Gaziantep hielt bei 32 Prozent, null Treffer aufs Tor und 0,49 xG. Und dann kommt der Punkt, wo es interessant wird: Die Gäste schossen mehr, aber die Gastgeber hatten die konzentrierteren Momente. Zwei große Chancen pro Team, aber keine wurde genutzt.
Wir hatten auf einen Sieg der Gäste getippt, mit einer Sicherheit von 43 Prozent. Der Matchplan passte nicht. Fenerbahçe dominierte, aber und dann stand der Torhüter der Gastgeber im Weg. Vier Paraden, und dazu noch vier blockierte Schüsse von der Gegenseite. Das Ergebnis spiegelt wider, was man sieht: Viele Bälle, wenig Konsequenz.
Nach dem Spiel bleibt Gaziantep Siebter mit acht Punkten, Fenerbahçe Elfter mit sieben. Beide Teams brauchen Punkte dringend, aber heute reichte es für nichts. Interessant wird es, wenn man anschaut, wer in der nächsten Runde stärker aufspielt.