Am Montagabend spielten die zweite Hälfte in Überzahl, als Gorica und NK Varaždin in der kroatischen Primera Liga aufeinandertrafen. Das Spiel endete 2:2 nach einem dramatischen Abschluss. Die Gastgeber hatten den Vorsprung, Varaždin holte in den letzten Minuten gleich auf.
Die 53. Minute brachte die Führung für Gorica. Bruno Bogojević nutzte eine Lücke und legte den Ball ins Netz. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie Varaždin reagierte. Sie spielten den Gegner an die Wand, drängten nach vorne und suchten die Antwort.
In der 57. Minute glich Luka Mamić aus. Nebenbei wechselten gleich drei Spieler auf beiden Seiten. Das änderte den Rhythmus. Varaždin ging ins Risiko, legte ein verbessertes Angebot vor und zwang Gorica zurück.
Erst in der 85. Minute sollte Valentin Akrap die Gastgeber wieder in Front bringen. Doch dann zückte Ivan Cvijanović in der 90+5. Minute. Das Geld fliesst auf die Gäste nicht, aber die Punkte bleiben in der Hauptstadt. Der Konflikt wurde öffentlich, als das Spiel endete.
Die Zahlen erzählen eine andere Geschichte. Gorica hatte 42 Prozent Ballbesitz, Varaždin 58. Die Gastgeber zückten nach der Pause mehrfach Gelb, während die Gäste mehr Angriffe starteten. 117 Angriffe gegen 97, aber nur zwei große Chancen. Interessant wird es bei der Torschussstatistik: vier Treffer auf dem Platz, doch nur sechs Schüsse ins Tor.
Wir hatten einen anderen Ausgang erwartet. Wir gaben eine Siegchance für Varaždin mit 41 Prozent an. Der Matchplan ging anders. Gorica brauchten die Punkte dringend, denn nach sieben Spielen stehen sie auf dem zehnten Platz mit zwei Punkten.
Für Varaždin bleibt der dritte Platz mit 14 Punkten. Sie brauchen die Punkte dringend, um nicht ins Mittelfeld abzurutschen. Die Partie zeigte, dass drei- vier Momente entscheiden, nicht die Statistik. Der Rest ist Hintergrund.