Am Mittwochabend gewann Lugano in der Superliga mit 4:1 gegen St. Gallen. Das Spiel endete auf der AIA Arena, wo die Gastgeber den vierten Sieg in Serie feierten. Mit dem Resultat bleibt Lugano an der Tabellenspitze, St. Gallen rutscht weiter ab.
Der Anfang war schnell. In der vierten Minute fiel das erste Tor, bestätigt durch VAR für Daniel Dos Santos Correia, registriert bei Beckham Castro. Elias Pihlstrom erhöhte bis zur Halbzeit auf 2:0, Neviо Scherrer und Lukas Daschner mussten in der 45. Minute ausgewechselt werden. Carlo Boukhalfa und Behruzjon Karimov kamen für sie ins Spiel. Die Partie wurde dann unübersichtlich.
Die zweite Halbzeit begann mit einer roten Karte. In der 47. Minute sah Elias Pihlstrom Rot — genau der Mann, der bis dahin zweimal getroffen hatte. Lugano stand nur noch zu zehnt. Interessant wird es dann, als Behruzjon Karimov in der 36. Minute bereits das dritte Tor für die Gastgeber erzielt hatte, bevor die Rote folgte. Andrin Hunziker verwandelte in der 74. Minute den Anschlusstreffer für St. Gallen.
Die Statistik zeigt, dass St. Gallen mehr Ballbesitz hatte — 52 zu 48 Prozent — aber wenig damit anfangen konnte. Die Gäste schossen 15 Mal, davon fünf aufs Tor. Lugano traf acht Mal, davon drei daneben. Viele Schüsse mit einem Tor bedeutet, dass die Chancen verpasst wurden.
Wir hatten eine Siegprognose für die Gastgeber abgegeben, mit 44 Prozent Sicherheit. Sie traf zu. Nicht weil St. Gallen schlecht war, sondern weil Lugano die entscheidenden Momente nutzte. Die Gastgeber haben den Gegner auseinandergenommen, bevor sie selbst in der Hand hatten, was zählt.
Lugano führt mit 22 Punkten nach acht Spielen, St. Gallen liegt mit 10 Punkten auf Rang sechs. Der Unterschied liegt nicht nur in den Punkten, sondern in der Konstanz. St. Gallen verlor zuletzt gegen Sion mit 0:3, Lugano gewann gegen Basel mit 3:1. Das spiegelt sich wider.