Am Sonntag traf die Frauenmannschaft von Freiburg im Draisestadion auf Mainz 05 in der vierten Runde der Bundesliga. Das Spiel endete 3:0 für die Gastgeberinnen, die damit ihre Siegesserie nach dem 1:0 gegen Union Berlin fortsetzten. Mainz hingegen bleibt nach vier Spielen ohne Punktgewinn auf dem letzten Tabellenplatz.
Ulayda Acikgoz entschied die erste Halbzeit für Freiburg. In der 27. Minute nutzte sie eine Chance und sorgte für die frühe Führung. Nebenbei fiel auf, wie Mainz den Ball hielt, aber wenig damit anfangen konnte. Die Gäste verfügten über 56 Prozent Ballbesitz, doch die Statistiken zeigen: die Bälle landeten selten dort, wo sie hätten landen müssen.
Neun Minuten vor der Pause brachte Trainerin Brunold Carina in die Partie. Die Einwechslung löste sich nicht sofort aus, aber interessant wird es, wenn man betrachtet, wie Freiburg den Druck dann erhöhte. In der 75. Minute fiel das zweite Tor. Carina Brunold traf beim ersten Einsatz und sorgte für die Entscheidung. Mainz geriet in Zugzwang, die Abwehr musste immer mehr leisten.
Der dritte Treffer folgte in der 83. Minute durch E. Memminger. Zuvor hatte Luca Emily Birkholz in der 90. Minute einen Elfmeter verschossen, ein Moment, der den Unterschied zwischen einem Sieg und einer knappen Partie hätte markieren können. Zwei Gelbe Karten in der Schlussphase — Jana Vojtekova und Suguri Hashitani — zeugten von der Nervosität.
Die Statistiken erzählen eine andere Geschichte als der Ballbesitz. Freiburg schaltete 78 Angriffe ab, Mainz 94. Doch die Torschüsse: Vier auf Ziel bei Freiburg gegenüber drei bei den Gästen. Die Effizienz entschied. Freiburg verpasste 115 Pässe, Mainz 109. Der Unterschied lag nicht in der Ballzirkulation, sondern in der Qualität der Abschlüsse.
Für Freiburg bedeutet das Ergebnis sieben Punkte nach vier Spielen. Der sechste Platz ist verteidigt, und die Stimmung im Kader dürfte stimmen. Mainz hingegen hat mit Null Punkten und vier Niederlagen eine Situation, aus der nur Siege führen. Die Lücke zwischen den Mannschaften ist größer geworden, und das ist ein Fakt, den keine Statistik verdecken kann.