Servette Frauen und Zürich Frauen spielten am Freitagabend in der Nationalen Liga A ein 0:0-Unentschieden. Das Match der siebten Runde endete torlos auf dem Platz in Genf. Beide Teams kamen mit voller Punktzahl in die Begegnung.
Servette führte die Tabelle mit fünf Siegen aus sechs Spielen an. Zürich folgte mit vier Siegen und zwei Unentschieden. 15 zu 14 Punkte — der Unterschied war kleiner als ein einzelner Treffer. Interessant wird es, wenn man sieht, wie beide Teams auf diesen Moment zusteuerten.
Die Gastgeberinnen zeigten in den letzten Spielen eine klare Linie. 2:1 gegen Raapperswil-Jona, 3:2 gegen Yverdon, 3:1 gegen Grasshopper. Drei Siege in Folge vor eigenem Publikum. Der Routinier beruhigte das Spiel, das ist das, was man in solchen Phasen braucht. Nebenbei: ein Tor mehr als Zürich in derselben Zeit erzielt.
Zürich kam anders in die Runde. 4:2 gegen Raapperswil-Jona, 8:0 gegen Aarau. Das sind Zahlen, die für Offenheit sprechen. Doch am 13. September folgte das 1:1 gegen Basel. Am 9. September das 1:1 gegen Young Boys. Zwei Unentschieden hintereinander. Haben Gespräche aufgenommen, um die Balance zu finden.
Ein Unentschieden ändert wenig an der Tabelle, aber viel am Gefühl. Servette bleibt Tabellenführer, Zürich rückt näher. Der Abstand von einem Punkt ist in dieser Liga alles. Wer den nächsten Treffer findet, bestimmt die Richtung.
Was in den letzten sieben Runden passierte, zeigt: die Liga wird enger. 2:1, 3:2, 4:2, 8:0 — die Tore fielen in anderen Spielen. Hier nicht. Vielleicht war es die Ruhe, die beide Seiten kannten. Oder die Vorsicht, die in solchen Spielen zählt.