Am Samstagabend trafen THW Kiel und TuS N-Lübbecke aufeinander, genauer gesagt die Handballer aus Kiel und die aus Gummersbach. Die Partie endete 29:26 für die Gastgeber in der Bundesliga. Interessant wird es, wenn man den Kontext betrachtet: Kiel stand vor dem Spiel auf dem dritten Platz mit elf Punkten nach sieben Spielen, Gummersbach auf dem siebten mit sieben Punkten aus sechs Begegnungen.
Geliefert haben die Gäste eine überraschende Leistung, die aber nicht gereicht hat. In den letzten Spielen zeigte Gummersbach Schwankungen: 34:38 gegen Wybżeże Danzig, dann 38:30 gegen Bergischer. Kiel hingegen war inkonsistenter, aber gefährlicher: 26:32 gegen Magdeburg, 31:31 gegen Flensburg-Handewitt, und dann 28:27 gegen TSV Eisenach. Und dann kam der Abend, an dem die Tabelle nicht zählte.
Wir hatten Gummersbach vorhergesagt, mit fünfundfünfzig Prozent Sicherheit. Der Matchverlauf hat sich anders entwickelt. Nicht dass die Gäste schlecht gespielt hätten, aber Kiel fand im entscheidenden Moment die richtigen Antworten. Solche Spiele entscheiden sich selten über neunzig Minuten, sondern in den entscheidenden Phasen.
Was die Zahlen angeht: 29 Tore für Kiel, 26 für Gummersbach. Das Verhältnis ist nicht asymmetrisch, aber es reicht. Die Gastgeber verteidigten besser als erwartet, und die Abwehr stand kompakt, als es darauf ankam. Nebenbei: Kiel hat damit seinen Abstand zur Spitze gehalten, Gummersbach bleibt auf dem siebten Platz.
Die Konsequenzen sind klar. Kiel bleibt Dritter, Gummersbach Siebter. Beide Teams haben noch Spiele zu bestreiten, aber dieser Abend hat gezeigt: In der Bundesliga zählt nicht, wer vorhergesagt wurde, sondern wer im entscheidenden Moment stand.