Am Freitagabend trafen Bandeirante und Marília im dritten Gruppenspiel der Copa Paulista aufeinander. Die Gastgeber gewannen 3:1 und zeigten, dass Spielstärke nicht allein über Ballbesitz entschieden wird. Interessant wird es dabei, wie die Gastgeber die wenigen Chancen nutzten, während Marília den Ball hielt, aber keine Sicherheit fand.
R. Vinicius eröffnete die Bilanz in der zwölften Minute. Nebenbei fiel auf, dass er nicht stürmte, sondern wartete. Zehn Minuten später traf M. Arjona zum 2:0. Die Gäste gerieten in Zugzwang,bandeirante verteidigte kompakt. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit erhöhte Vinicius erneut, 45+7. Minute. Das war der Moment, in dem Marília merkte, dass sie nicht einfach den Ball halten konnten.
Die zweite Hälfte verlief anders. Marília spielte im Dauerregen ohne großen Erfolg. In der 75. Minute fiel der Anschluss, ohne dass ein Name genannt wurde. Es war ein Spiel, bei dem die Gäste mehr Angriffe hatten, 114 gegenüber 72, aber nur einen Treffer zustande brachten. Das Verhältnis ist zerrüttet, wenn man so viele Bälle hat und nicht trifft.
Die Zahlen bestätigen den Eindruck. Marília kontrollierte mit 62 Prozent den Ball, Bandeirante kam auf 38. Die Gäste feuerten fünf Schüsse ins Tor, die Gastgeber nur einen. Doch der Treffer reichte. Schüsse daneben zählten sechsmal für Bandeirante, siebenmal für Marília. Beides Seiten gleich viel Karten, je eine gelbe pro Team.
Die Tabelle wird sich durch diesen Tag verschieben. Marília verliert den Anschluss an die Spitzenplätze, die Gastgeber sammeln Punkte, die in einer knappen Gruppe wichtig sind. Die letzten Spiele zeigen, dass Marília nach Niederlagen sucht, während Bandeirante zwischen Gleichstand und Sieg wechselt. Das Ergebnis bleibt, was es ist: drei Tore gegen einen, der den Ball besaß, aber nicht den Sieg.