Daquía-Bucucani und Milsamy Orhey endeten in der zehnten Runde der Super Liga bei null zu null. Die Begegnung am Sonntagabend hatte mehr Struktur als Schlagkraft, der Ball wanderte selten ins Tor. Interessant wird es, wenn man die Zahlen hinter den Entscheidungen betrachtet.
Die ersten Gelben Karten kamen früh. In der vierundzwanzigsten Minute sah ein Spieler von Daquía-Bucucani die Verwarnung, fünf Minuten später folgte der Gast. Nebenbei fiel auf, dass beide Seiten ihre Foulstrategie kannten – die Karten verteilten sich gleichmässig, ohne dass ein Spiel aus dem Ruder lief.
Milsamy Orhey kontrollierte den Ball mit sechzigfünf Prozent Besitz, während die Gastgeber bei fünfunddreissig Prozent blieben. Doch Besitztum allein entschied nichts. Daquía-Bucucani schaltete drei Schüsse ins Ziel, Milsamy Orhey blieb bei null. Und dann kamen die Angriffe: einhunddrei gegen fünfundsechzig, doch die Qualität zählte mehr als die Quantität.
In der siebzigsten Minute fiel die dritte Gelbe Karte, diesmal bei den Gästen. Das Spiel wurde ruhiger, niemand wagte sich nach vorne. Die Gastgeber liessen viel laufen, zogen sich zurück und warteten. In solchen Spielen zählt die Tabelle nicht, aber sie zeigt, wer die Nerven behält.
Die Statistiken erzählen eine andere Geschichte als das Ergebnis. Einundvierzig Schüsse insgesamt, davon drei ins Tor – die Gastgeber trafen präziser, obwohl sie weniger Ballbesitz hatten. Fünf Eckbälle gegen vier zeigen, dass der Ball selten in die Gefahrzone gelangte. Die Gastgeber hatten vierzehn Freistösse, die Gäste elf – ein Zeichen für die Defensive.
Nach zehn Spielen steht Daquía-Bucucani auf Platz vier mit vierzehn Punkten, Milsamy Orhey auf Platz sechs mit elf Punkten. Das Unentschieden verlängert keine Serie, es beendet auch keine – es setzt nur einen Punkt auf die Liste. Die Gastgeber blieben ungeschlagen in dieser Runde, die Gäste konnten ihre Form nicht bestätigen.