Fünf Spiele hat Fife bereits absolviert, nun folgte ein Auftritt, an den man sich erinnern wird. Am Freitagabend besiegte die Heimmannschaft Guildford mit 10:2 in der Elite League. Der Tabellenzweite war nicht gewarnt, die Gastgeber zeigten von der ersten Minute an Dominanz.
Unser Vorhersage-Modell hatte einen Auswärtserfolg für Guildford prognostiziert, die Wahrscheinlichkeit lag bei 69 Prozent. Der Matchverlauf hat diese Rechnung nicht bestätigt. Es waren drei Faktoren, die den Lauf änderten: die Defensive der Heimmannschaft, die in den letzten Spielen immer wieder Probleme hatte, und die Konvertierung in der Offensive, die in der Vergangenheit oft zu wünschen übrig ließ.
Fife kommt aus einer Serie mit zwei Siegen und zwei Niederlagen. Am vergangenen Wochenende unterlag man Coventry mit 1:3, davor gab es zweimal 2:1 gegen Sheffield. Das Team hat sich auf einem Weg bewegt, der nicht unbedingt auf Stabilität schließen lässt. Gegen Guildford sah man dann eine andere Version.
Guildford steht auf dem zweiten Platz, vier Partien absolviert, drei Siege, eine Niederlage. Die Ergebnisse der letzten Wochen waren durchwachsen: 3:6 gegen Nottingham, 4:3 gegen Glasgow, 3:4 gegen Manchester. Die Mannschaft hatte in der Vergangenheit immer wieder hohes Scoring, aber auch defensive Schwächen. In diesem Spiel traf beides zusammen.
Die Heimmannschaft stellte den Bus nicht, sondern spielte offensiv und nutzte die Fehler des Gegners. Guildford kam zu spät heraus, die Abwehrkanäle standen nicht. Die Gäste haben es selbst in der Hand, wenn sie die nächsten Partien gewinnen wollen, aber der Weg wird nicht einfacher.
Die Tabelle bleibt unverändert – Fife auf Platz vier, Guildford auf Platz zwei. Beide Teams haben null Punkte, die Saison hat gerade begonnen. Was sich ändert, ist die Dynamik. Fife wird sich teuer verkaufen, Guildford muss zu Hause liefern. Das Derby mit eigener Rechnung hat eine neue Note bekommen.