Sarajevo und Boraç Banja Luka trafen am Samstag in der sechsten Runde der Premijer Liga aufeinander. Das Spiel endete 1:0 für die Gastgeber, die damit ihre Heimserie verteidigten. «Und dann» zeigt sich, wie knapp so ein Duell zwischen zwei punktgleichen Teams sein kann.
In der 54. Minute fiel die Entscheidung: R. Caraballo brachte Sarajevo in Führung. Der Treffer kam ohne große Vorwarnung, die Gäste standen hinten offen wie ein Scheunentor. «Interessant wird es», wenn man bedenkt, dass beide Mannschaften vorher jeweils fünf Spiele absolviert hatten und auf zehn Punkte kamen.
Die Gäste versuchten, auszugleichen. L. Juricic scheiterte in der 88. Minute am Elfmeter — ein Moment, der hätte wenden können. «Nebenbei» fiel auf, dass Sarajevo trotz weniger Ballbesitz gefährlicher blieb. Fünf Treffer aufs Tor standen vier daneben, während Boraç nur einen Versuch auf Ziel brachte.
Die Statistik zeigt: 42 Prozent Ballbesitz für Sarajevo, 58 für die Besucher. Doch Possession allein entscheidet nichts. Siebenundneunzig Angriffe zählten Boraç, aber nur ein Treffer aufs Ziel. Sarajevo nutzte seine Momente, die Gäste liessen sich nicht beirren, fanden aber kein Mittel.
Nach dem Sieg bleibt Sarajevo auf Platz drei, Boraç auf zwei. Beide Teams haben fünf Spiele absolviert, drei Siege, eine Niederlage, eine Unentschieden — zehn Punkte. Der Abstand bleibt bei null Zählern. Was sich ändert, ist die Stimmung: Sarajevo hat es selbst in der Hand.