Das Spiel zeigte deutlich zwei verschiedene Ansätze. Al-Hilal dominierte mit 60 Prozent Ballbesitz und 103 Angriffen. Gor Mahia kam auf 40 Prozent und 79 Angriffe. Interessant wird es, wenn man die Torschüsse betrachtet. Die Gäste hatten nur einen Treffer auf Ziel, die Herren der Stunde zwei. Nebenbei sei angemerkt: Die Eckbälle verteilten sich ungleich — sechs für Gor Mahia, zwei für Al-Hilal.
Die Tore kamen überraschend spät. In der 34. Minute erzielte S. Ebuela ein Eigentor für Gor Mahia. Vier Minuten später glich A. Samura für Al-Hilal aus. Das Spiel blieb offen. Die Statistik verrät wenig über die Dramatik — 14 Freistöße für die Heimmannschaft, 27 für die Gäste. Es war kein torreiches Spiel, aber ein hartes.
Regelrecht eskalierte es dann in der Verlängerung. Ab der 120. Minute folgte ein Elfmeterschießen, das sich bis zur 130. Minute hinzog. Beide Teams trafen in den ersten Runden. In der 120+5. Minute verschoss jeweils ein Spieler. In der 120+9. Minute verfehlten beide erneut. Am Ende traf Gor Mahia zehnmal von elf Versuchen, Al-Hilal siebenmal von zehn.
Die Konsequenzen im Turnier sind klar. Gor Mahia steht im Finale des CAF-Pokals. Al-Hilal Omdurman scheidet aus. Die Formkurven der Mannschaften könnten eine Rolle gespielt haben. Die Heimmannschaft hatte zuvor 5:0 gegen APR gewonnen und 1:0 gegen Al-Harass Al-Dschumhuri. Die Gäste zeigten starke Leistungen mit 4:0 gegen KVC und 2:0 gegen Tascar.
Es war ein Match, das nicht durch Spielstärke entschieden wurde, sondern durch Nervenstärke. 22 Punkte an Elfmeterversuchen allein in der Verlängerung — das ist keine Statistik, die man leicht vergisst. Gor Mahia hielt stand, als es darauf ankam.