Am Freitagabend trafen Ilves Tampere und Lukko in der Liiga aufeinander. Das Spiel endete mit einem klaren 5:1 für die Gäste aus Rauma. Interessant wird es, dass dieser Ausgang nicht nur die Tabelle verändert, sondern auch eine Erwartungshaltung zunichtemacht. Wir hatten auf einen Heimsieg gesetzt, doch der Abend lief ganz anders.
Ilves kam als Tabellenführer ins Spiel. Zehn Spiele lang ungeschlagen, acht Siege, zwei Niederlagen – so stand der Klub vor dem Match. Lukko dagegen rangierte auf dem siebten Platz. Sechs Siege, vier Niederlagen nach zehn Partien. Nebenbei bemerkt: beide Teams stehen auf null Punkten, die Saison hat gerade erst begonnen, die Tabelle sagt noch wenig aus.
Das Ergebnis selbst ist deutlich. Fünf Tore gegen eins – ein Unterschied, der sich nicht mit Glück erklären lässt. Ilves verlor seinen Mann, wie man im Eishockey sagt. Die Gastgeber spielten über die Aussen, doch Lukko machte den Unterschied mit einer Defensive, die früh den Sack zu machte.
Die letzten Spiele der beiden Mannschaften zeigen, warum dieser Auftritt so überraschend kam. Ilves hatte in der Vorwoche gegen Vaasan Sport verloren, davor sechs Tore gegen JYP Espoo. Lukko hingegen gewann am Vortag gegen Assat mit 3:0. Der Gast kam mit Sicherheit ins Spiel, der Gastgeber nicht.
Was das für die Tabelle bedeutet, ist einfach abzulesen. Ilves rutscht von Platz eins, Lukko steigt auf. Vier Siege in Serie für den Gast wären möglich, wenn er weiter so aufläuft. Der vierte Sieg in Folge für Lukko wäre kein Zufall, sondern eine Entwicklung.
Wir hatten 59 Prozent für Ilves berechnet. Der Match hat uns gezeigt, wie schnell sich solche Einschätzungen ändern können. Nicht die Statistik entscheidet, sondern die Minuten, in denen die Mannschaft zusammensteht. Und in diesen Minuten war Lukko da, wo Ilves nicht war.